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Militärstandorte: Feldlager der Bundeswehr in Jordanien und im Irak angegriffen

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Im Irak und in Jordanien wurden Standorte getroffen, an denen deutsche Soldaten stationiert sind. Sie waren laut Führungskommando nicht unmittelbares Ziel der Angriffe.

In Nahost sind nach Angaben der Bundeswehr Militärstandorte ins Visier
geraten, an denen auch deutsche Soldaten
stationiert sind. Am Samstag und Sonntag seien nach der Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran multinational genutzte Standorte in Erbil im Nordirak und Al-Asrak in
Jordanien angegriffen
worden, bestätigte das Operative Führungskommando in Berlin. Erbil ist die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak. Die
Stadt verfügt über einen internationalen Flughafen und gilt als
strategisch wichtiger Standort. Die Soldaten dort befänden sich in Schutzbauten in Sicherheit und seien wohlauf. An beiden Standorten seien
Luftverteidigungsmaßnahmen durchgeführt worden.

“Die deutschen Soldaten
waren offensichtlich nicht unmittelbares Ziel”, sagte ein Sprecher des
Operativen Führungskommandos. Zuerst hatte der Spiegel berichtet, eine multinationale Militärbasis im Nordirak sei angegriffen worden. Laut der Bild-Zeitung bekannte die proiranische irakische Miliz Saraya Awliya al-Dam sich zu dem Angriff in der Nähe des Flughafens Erbil. Der Sprecher des Operativen Führungskommandos machte jedoch keine Angaben dazu, von
wem die Angriffe ausgingen. 

Bereits seit Samstagmorgen war ein Lager der Bundeswehr in al-Azraq im Osten Jordaniens angegriffen worden. Auch dort hielt sich die Mehrheit der Soldaten während der Angriffe in Schutzräumen auf, wie die Welt unter Berufung auf einen Bundeswehrsprecher berichtete.

Seit den US-amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran führt das Land Gegenschläge durch, die auch US-Stützpunkte in der Region treffen. Außerdem haben proiranische
Milizen im Irak Angriffe auf “gegnerische” Stützpunkte im Irak und in
der Region für sich reklamiert.

Personal war vorab reduziert worden

Nach Angaben des Operativen Führungskommandos wurde im deutschen Kontingent kein für Einsätze wichtiges Material beschädigt. Angesichts zunehmender
Spannungen in der Region sei bereits in den vergangenen Wochen vorsorglich
Personal abgezogen worden, das derzeit nicht dringend für die
Mission gebraucht werde.

Die Bundeswehr beteiligt sich im Irak und in
Jordanien an Einsätzen einer internationalen Koalition, die ein
Wiedererstarken der Terrororganisation “Islamischer Staat” (IS) verhindern
sollen.

Verfolgen Sie weitere Entwicklungen im Krieg gegen den Iran in unserem Liveblog.

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