Drei Tage Verhandlung, 15 Stunden Plädoyers, Anklage und Verteidigung, Argumente, Analysen und Tränen – am Ende stand ein Urteil. Dieser Prozess gegen Deutschland fand nicht in einem Gerichtssaal statt, sondern von Freitag bis Sonntag im Hamburger Thalia Theater, wo der Regisseur Milo Rau ein Theaterspektakel auf die Beine stellte, mit 35 Zeuginnen, Experten und Betroffenen, darunter die Ex-AfD-Chefin Frauke Petry, der Peter-Thiel-Vertraute Wolfgang Palaver und der Faschismusforscher Jason Stanley. Eine Jury beriet sich und fällte ihre Entscheidung darüber, ob die AfD verboten werden soll. In Wahrheit wurde etwas ganz anderes verhandelt: nämlich, was dieses Land noch zusammenhält und ob es überhaupt noch funktioniert. Ob zumindest der Versuch funktioniert, miteinander zu reden über eine der umstrittensten Fragen der Republik.
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