Es ist ein Moment, auf den viele Kinder lange gewartet haben: Nach dem verheerenden Brand an ihrer Grundschule Beuthener Straße in Hannover Ende November haben Schülerinnen und Schüler ihre Schulfische wiedersehen können. Zehn Fische und eine Garnele sind inzwischen in ein neues Aquarium in der Aula der Käthe-Paulus-Schule gezogen, wie die Stadt Hannover mitteilte.
Fische überlebten das Feuer nur knapp
Für die Kinder sei das Wiedersehen am ersten Schultag nach den Osterferien ein besonders emotionaler Augenblick gewesen. Denn die Fische leben – obwohl sie das Feuer nur knapp überstanden hatten.
«Es ist schon ein kleines Wunder», sagte Schulleiter Martin Preisigke. «Wir waren sehr überrascht, als wir am Tag nach dem Brand gesehen haben: Da bewegt sich noch was.» Man freue sich deshalb sehr, die Tiere nun wieder bei sich zu haben.
Fischexperte: Wir fanden die Tropenfische in Drei-Grad-Wasser
Die Tiere hatten den Großbrand Ende November unter extremen Bedingungen überstanden. Ein Mitarbeiter der Zoohandlung Schreiber Aquaristik, der sich um Rettung und Pflege der Fische gekümmert hatte, erklärte: «Eigentlich sind das Tropenfische – als wir sie geborgen haben, lag die Wassertemperatur bei nur drei Grad.» Die größte Gefahr sei daher nicht das Feuer selbst gewesen, sondern der Stromausfall danach.
In den Wochen nach dem Brand wurden die Tiere demnach aufgepäppelt – mit Ruhe, Futter und Pflege. Parallel sei ein neues Aquarium vorbereitet worden: Pflanzen mussten anwachsen, die Wasserqualität sich stabilisieren. Noch vor den Ferien konnten sich die Fische an ihr neues Zuhause gewöhnen. Ein Teil der Tiere habe den Brand allerdings nicht überlebt, sagte eine Sprecherin der Stadt.
Stadt: Fische sorgten für große Begeisterung
Für manche der mehreren Hundert Kinder, die nach dem Feuer immer noch an der Käthe-Paulus-Schule in Hannover unterrichtet werden, sind die Fische mehr als nur Haustiere. Das Aquarium zog am ersten Schultag nach den Ferien nach Angaben der Stadt viele neugierige Blicke auf sich und sorgte für große Begeisterung.
Der Brand an der Grundschule hatte einen Schaden von rund zwei Millionen Euro verursacht. Ermittler gingen damals von Brandstiftung aus. Rund 370 Schülerinnen und Schüler werden seitdem an dem Ausweichstandort unterrichtet. Im kommenden Jahr soll ein neues Schulgebäude in der Nähe fertiggestellt sein.
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