Wo früher mühsam verhandelt wurde, entscheidet heute Donald Trump oft willkürlich über Krieg und Frieden. Wenn das nicht so bleiben soll, muss Europa Widerspruch leisten – sagt die Politikwissenschaftlerin Nicole Deitelhoff, die zur regelbasierten Ordnung forscht.
DIE ZEIT: Frau Deitelhoff, der omanische Chefunterhändler
Badr al-Busaidi hat kurz vor Beginn des Kriegs noch gesagt: “Der Frieden ist zum
Greifen nah.” Tags darauf schlugen Raketen in Teheran ein. Ist die Diplomatie
tot?
Nicole Deitelhoff: Die Diplomatie ist
nicht tot, aber Donald Trump begreift Diplomatie nur als ein weiteres
Instrument der Machtausübung: Er verhandelt, wenn er den Eindruck hat, dass es
ihn seinem Ziel näher bringt. Und wenn er den Eindruck hat, es lohnt sich eher,
Gewalt anzuwenden, dann tut er das. Genau das haben wir im Falle des Iran beobachten können. Die Verhandlungen wurden als produktiv betrachtet, Trump
deutete noch an, dass es eine Möglichkeit gibt, sich zu einigen, aber faktisch
bereitete er einen Angriff vor.
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