Berlin ist aufgetaut. Vor wenigen Tagen war die Kollegin noch
mit Spikes in die Redaktion gekommen, und jetzt könnte man sogar über High
Heels nachdenken. Denn die Berlinale ist eröffnet. Wie ein Ufo scheint das
Festival diesmal in der Stadt gelandet zu sein, die völlig erstarrt war – vom
Frost, vom Blitzeis, vom Gefühl, allem hilflos ausgesetzt zu sein
(Niederschläge, Nackenschläge, Nachrichtenschläge). Jetzt aber ist das Eis
geschmolzen und man fragt sich, was das Raumschiff diesmal wohl verbirgt.
Die großen Stars schon mal nicht, wie auch die großen Hollywoodproduktionen fast komplett fehlen. Im vergangenen Jahr liefen noch
Timothée Chalamet, Andrew Scott, Tilda Swinton, Jessica Chastain, Rose Byrne,
Robert Pattinson und Jacob Elordi über den Roten Teppich. Diesmal ist als
wirklicher Superstar eigentlich nur die britische Sängerin Charli xcx zu
vermelden, die hier ihr Schauspieldebüt gibt. In der Mockumentary The Moment spielt sie eine Sängerin, die sich selbst im Augenblick ihres größten
Erfolgs beobachtet.
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