Ein Schiff hat Hilfsgüter in das unter einer US-Blockade von Öllieferungen leidende Kuba gebracht. An Bord der Granma 2.0 befanden sich unter anderem Solarzellen, Fahrräder sowie Lebensmittel und Medikamente. Das Schiff war in der vergangenen Woche vom mexikanischen Hafen Puerto Progreso aus gestartet und lief am Dienstag mit rund 30 Menschen an Bord in Havanna ein. “Diese Schiffe sind ein Tropfen in einem Ozean der Not”, sagte der Aktivist Thiago Ávila bei der Ankunft. Zugleich sei die Aktion “ein Zeichen der Solidarität”.
Die kubanische Bevölkerung leidet bereits seit Jahren unter den Folgen von US-Handelsembargos.
Die Lage hat sich seit
dem Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump weiter verschlechtert. Trump ließ die Insel vom Zugang zu Erdöl
abschneiden, um das Land zu einer Abkehr von seinem sozialistischen
Wirtschaftsmodell zu bewegen. Er stoppte dazu die venezolanischen
Öllieferungen nach der
Gefangenennahme des linksgerichteten venezolanischen Staatschefs Nicolás
Maduro bei einer US-Militärintervention. Zudem drohte Trump mehrfach, Kuba zu übernehmen.
Die Lieferung der Granma 2.0 ist Teil einer von Aktivisten organisierten Karawane unter dem Namen “Unser Amerika-Konvoi nach Kuba”. Zu dem Hilfskonvoi gehören mehr als 650 Teilnehmer aus 33 Ländern, die am vergangenen Wochenende tonnenweise Hilfsgüter gebracht hatten und von Präsident Miguel Díaz-Canel empfangen wurden. Zu ihnen gehörten auch mehrere Prominente, darunter der frühere britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn und die kolumbianische Senatorin Clara López.
Derzeit befinden sich noch zwei weitere Hilfsschiffe auf dem Weg nach Kuba. Ein unter der Flagge von Hongkong fahrendes Schiff, das Berichten zufolge 200.000 Barrel Diesel von Russland nach Kuba transportieren sollte, machte nach Angaben der Schiffsbeobachtungsseite MarineTraffic stattdessen in Venezuela fest.
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