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Olympische Winterspiele: Lindsey Vonn entging Beinamputation wohl nur knapp

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Bei ihrem Sturz habe sie sich so verletzt, dass ihr Bein fast hätte amputiert werden müssen, sagt Lindsey Vonn. Die Teilnahme an den Spielen bereue sie trotzdem nicht.

Skifahrerin Lindsey Vonn hat nach der Entlassung aus dem Krankenhaus neue Details über die Folgen ihres Unfalls öffentlich gemacht. “Es war bei Weitem die extremste, schmerzhafteste und herausforderndste Verletzung meines gesamten Lebens”, sagte die US-Amerikanerin in einem fast fünfminütigen Video bei Instagram, bei dem sie mit den Tränen kämpfte. Die 41-jährige Vonn hatte in der Abfahrt der Olympischen Spiele von Mailand und Cortina d’Ampezzo eine schwere Beinverletzung erlitten.

“Quasi alles lag in Trümmern”, sagte sie über ihr Bein. Allein am Knie habe sie sich mehrere Brüche zugezogen. Der Schaden sei so schlimm gewesen, dass sie kurz vor einer Amputation gestanden habe, sagte Vonn. Grund dafür sei ein Kompartmentsyndrom gewesen, ein Notfallzustand, bei dem der Druck an stark beschädigten Stellen so stark ansteigt, dass durch mangelnde Durchblutung Muskeln und Nerven absterben.

Um die Amputation zu verhindern, benötigte sie mehrere Eingriffe, sagte Vonn. Wegen des hohen Blutverlusts habe sie “länger als erhofft” im Krankenhaus bleiben müssen. Aufgrund eines zu niedrigen Blutwerts benötigte sie zudem eine Transfusion.

Vonn bereut die Teilnahme nicht

“Ich werde eine Weile im Rollstuhl sitzen, weil ich auch meinen rechten Knöchel gebrochen habe. Ich hoffe, ich kann bald auf Krücken gehen, aber wir werden sehen”, sagte Vonn. Sie habe zwar einen langen Weg vor sich, wolle aber “gleich an die Arbeit in der Reha gehen und schauen, was ich tun kann”, sagte die Sportlerin.

Ihre Entscheidung, ihr Comeback zu geben und sogar trotz eines Kreuzbandrisses an den Start zu gehen, bereue sie keineswegs. “Was ich erreicht habe, war mehr, als irgendwer erwartet hätte. Das Jahr war unglaublich, und es war es alles wert”, sagte sie. “Wir müssen die Schläge so nehmen, wie sie kommen. Dieser hat mich echt umgehauen, aber ich bin wie Rocky (Balboa, Anm. d. Red.) – ich stehe einfach immer wieder auf.”

Zuletzt sendete die Skifahrerin noch einen Gruß an ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter bei Olympia. Obwohl der Unfall “definitiv nicht die Art” gewesen sei, mit der sie ihre Teilnahme beenden wollte, seien die Erfolge von Team USA “inspirierend” und “aufmunternd” gewesen.

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