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Rafik Schami: “Die schönsten Erinnerungen trösten ein Leben lang”

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Der Schriftsteller Rafik Schami, geboren am 23. Juni 1946, floh vor mehr als 50 Jahren aus Syrien nach Deutschland und wurde hier zu einem der Gründer migrantischer Literatur. Jetzt nimmt er Abschied von seinen Lesungen – und erzählt von seiner Kindheit in Damaskus.

1946 erschien die erste Ausgabe DIE ZEIT. Wir feiern mit Menschen, Dingen und Ideen, die genauso alt sind wie wir – und die Welt bis heute bewegen.

DIE ZEIT: Herr Schami, Sie wurden 1946 in Damaskus geboren, die längste Zeit Ihres Lebens aber sind Sie in Deutschland, seit 1971. Ich vermute, dass Sie längst auf Deutsch träumen?

Rafik Schami: Schon lange, nur wenn meine Mutter im Traum mit mir Deutsch spricht, wache ich auf.

ZEIT: Warum?

Schami: Ich weiß im Schlaf, dass das nicht stimmen kann. Meine Mutter sprach Aramäisch und Arabisch, und die Muttersprache ist sehr tief eingraviert im Hirn. Das ist die Grenze der Traumgebilde und Fantasien.

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