Home Home Raumfahrt: Nasa räumt schwerwiegende Fehler zum Starliner-Vorfall ein

Raumfahrt: Nasa räumt schwerwiegende Fehler zum Starliner-Vorfall ein

0
1
Aus einer Woche auf der ISS wurden für zwei Astronauten neun Monate. Fast ein Jahr nach diesem Zwangsaufenthalt im All hat die Nasa eine Untersuchung dazu veröffentlicht.

Fast ein Jahr nach dem Ende eines neunmonatigen Zwangsaufenthalts von
zwei Astronauten im All hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa interne Fehler
eingeräumt. Nasa-Chef Jared Isaacman
stellte zu dem Vorfall mit dem Starliner-Raumschiff des
US-Luftfahrtkonzerns Boeing einen Untersuchungsbericht
vor. Die Panne wird darin als schwerwiegender Vorfall bewertet. 

Isaacman sagte, Starliner weise “Konstruktions-
und Entwicklungsdefizite auf, die behoben werden müssen”. Der
“beunruhigenste Fehler” betreffe aber die
“Entscheidungsfindung und Führung” bei der Nasa. Eine unabhängige Auswertung habe ergeben, dass ein Zusammenspiel von
“Hardwarefehlern, Qualifikationslücken, Führungsfehlern und kulturellen
Schwächen” Risikobedingungen geschaffen hätten, “die nicht mit den
Sicherheitsstandards der Nasa für die bemannte Raumfahrt vereinbar
sind”. Die Ermittlung der technischen Ursachen werde fortgesetzt.

Höchste Nasa-Kategorie für einen Zwischenfall

“Aufgrund des Verlusts der Manövrierfähigkeit des Raumschiffs beim Anflug der Besatzung auf die Raumstation und der damit verbundenen finanziellen Schäden, hat die Nasa den Testflug als Zwischenfall vom Type A eingestuft”, heißt es in der Mitteilung der US-Raumfahrtbehörde. Ein Type-A-Zwischenfall ist bei der Nasa die höchste Kategorie für einen Vorfall.

Die US-Astronautin Suni Williams und ihr
Kollege Butch Wilmore waren Anfang Juni 2024 mit dem ersten bemannten Testflug eines Starliner-Raumschiffs zur Internationalen Raumstation ISS geflogen und sollten ursprünglich
nur acht Tage im All bleiben. Dann traten jedoch zahlreiche technische Probleme auf, unter anderem mit den Triebwerken und mit Heliumlecks, weshalb das Raumschiff ohne sie zur Erde zurückkehrte. 

Die Nasa hatte lange erwogen, ob es besser sei, die beiden Astronauten trotzdem mit dem Starliner oder erst Monate später mit dem Crew Dragon zur Erde zurückzuholen. Für letztere Lösung entschied sich die Raumfahrtbehörde schließlich im August 2024. Williams und Butch harrten auf der ISS aus und kehrten erst im März 2025 mit einer Kapsel der Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk zurück –  nach 286 Tagen im All.

Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de