Als Amerika nicht mehr wusste, wo es langgeht, da erschien dem Land als Retter ein Mann aus der Unterhaltungsindustrie und versprach, es als Kandidat für die Präsidentschaft wieder groß zu machen. Man hielt ihn für ein politisches Leichtgewicht, intellektuell ungeeignet, um eine Weltmacht zu führen. Als er es entgegen aller Wahrscheinlichkeit ins Weiße Haus geschafft hatte, lehnte die eine Hälfte des Landes ihn weiterhin vehement ab. Sie sah in ihm einen kaltherzigen Turbokapitalisten, der sich aus Opportunismus auch noch mit der religiösen Rechten ins Bett gelegt hatte. Überdies war der neue Präsident vielen Amerikanern auch einfach peinlich, und ganz unberechtigt war die Befürchtung nicht: Nicht nur in Deutschland rümpfte man indigniert die Nase und hielt den Präsidenten für die Inkarnation all dessen, was in den USA schieflief: die Gier der Wall Street, die Verblödung durch die seichte amerikanische Popkultur, der religiöse Fanatismus und die Verherrlichung roher Gewalt.
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