Es fühle sich an, als stehe ihr Leben vollständig still, sagt Samana Mohammadi. Sie wisse nicht, ob sie sich auf das Schlimmste vorbereiten soll: eine Rückkehr nach Afghanistan, unter den Taliban. Seit zwei Jahren sitzt die 32-jährige Afghanin in Pakistan fest, zurzeit in der Stadt Peschawar. Dort wartet sie darauf, dass der deutsche Staat sein Versprechen einlöst, sie nach Deutschland auszufliegen. Doch die Chance, dass es dazu noch kommt, ist mittlerweile gering.
Auch wenn es beängstigend sei, will Mohammadi in diesem Text unter ihrem echten Namen sprechen. “Regierungen entscheiden über Fälle”, schreibt sie in einer Mail an die ZEIT auf Englisch. “Aber hinter jedem Fall stehen ein Name und ein Schicksal.”
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