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Sonntagsfrage: Union verliert im Deutschlandtrend an Zustimmung, SPD verbessert sich

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Schwarz-Rot hat auch im neuen “Deutschlandtrend” keine Mehrheit. Die Union liegt dennoch weiter knapp vor der AfD. Die Zufriedenheit mit Kanzler Merz bleibt niedrig.

Die Union hat laut einer Umfrage im Vergleich zum vergangenen Monat an Zustimmung bei den Wahlberechtigten eingebüßt. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU und CSU laut dem neuen Deutschlandtrend der ARD auf 26 Prozent der Stimmen, zwei Prozentpunkte weniger als im Januar. Der Koalitionspartner SPD liegt demnach bei 15 Prozent und damit bei zwei Prozentpunkten über dem Vormonatswert.

Mit 41 Prozent hätte Schwarz-Rot damit weiterhin keine Mehrheit: Dafür wären angesichts von je drei Prozent für FDP und BSW und sieben Prozent für kleinere Parteien 43,5 Prozent notwendig. Die AfD büßte im Vergleich zum Januar einen Prozentpunkt ein und liegt derzeit bei 24 Prozent, die Grünen bei zwölf und die Linken bei zehn Prozent (beide unverändert). 

Mit der Arbeit der Bundesregierung sind der Umfrage zufolge aktuell nur 21 Prozent der Wahlberechtigten zufrieden oder sehr zufrieden – ein Zugewinn von einem Prozentpunkt seit Januar. 78 Prozent bewerten die Arbeit von Union und SPD hingegen negativ. Auf ähnliche Werte kommt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Mit dessen Arbeit sind demnach 25 Prozent der Wahlberechtigten zufrieden (plus ein Prozentpunkt). 

Unions- und SPD-Wähler lehnen Arbeit von Schwarz-Rot mehrheitlich ab

Auch Wählerinnen und Wähler der Regierungsparteien bewerten deren Arbeit größtenteils schlecht: Anhänger der Union sind zu jeweils 49 Prozent zufrieden oder unzufrieden mit der Arbeit von Schwarz-Rot. Unter SPD-Anhängern bewerten sogar zwei Drittel die Regierungsarbeit negativ. 

Die höchsten Zustimmungswerte unter prominenten Bundespolitikerinnen und -politikern hat damit weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), mit dessen Arbeit 57 Prozent der Befragten zufrieden sind. 

Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) folgt mit 31 Prozent (plus fünf Prozentpunkte), auf den gleichen Wert kommt auch Außenminister Johann Wadephul (CDU). Drei Prozentpunkte an Popularität eingebüßt hat AfD-Chef Tino Chrupalla (17 Prozent), Grünenfraktionschefin Britta Haßelmann steigerte sich um einen Punkt auf 13 Prozent. Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek verlor einen Prozentpunkt, ist aber mit 18 Prozent die Oppositionspolitikerin mit dem größten Zustimmungswert.

Union büßt bei Wirtschaft an Vertrauen ein

Bei ihrem Kernthema Wirtschaft hat die Union derweil an Vertrauen eingebüßt. Nur 31 Prozent der Wahlberechtigten trauen CDU und CSU laut der Umfrage zu, die Wirtschaft voranzubringen. Das sind sechs Prozentpunkte weniger als im vergangenen Herbst. Andere Parteien kommen jedoch weiterhin auf schlechtere Werte: Der AfD trauen dies 18 Prozent der Wahlberechtigten zu, der SPD nur neun. 

Auch bei sozialer Gerechtigkeit gestehen die Wahlberechtigten Schwarz-Rot nur wenig Kompetenz ein: Mit 24 Prozent ist das Vertrauen in die SPD bei diesem Thema gegenüber vergangenem Herbst leicht gesunken, die Union liegt bei 15 Prozent und damit hinter der AfD mit 16 Prozent. 

Dabei könnte dieses Thema vielen Wählerinnen und Wählern besonders wichtig sein: 62 Prozent gaben an, die Verhältnisse in Deutschland als “eher ungerecht” zu bewerten, als “eher gerecht” bewerteten sie wiederum nur 33 Prozent. Damit ist das Gerechtigkeitsempfinden auf dem niedrigsten Niveau seit 2008. Als ungerecht wird demnach vor allem die Schere zwischen Arm und Reich und eine hohe Belastung durch Steuern und Abgaben empfunden. 

Die Umfrage wurde vom Institut Infratest dimap telefonisch und online zwischen dem 2. und 4. Februar unter 1.319 Wahlberechtigten vorgenommen. Die Fehlertoleranz gibt das Institut mit zwei bis drei Prozent an.

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