Nach der Brandstiftung in einem Schulungszentrum einer Firma in der Bremer Überseestadt ist auf einer linksextremistischen Online-Plattform ein Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Es werde als authentisch eingestuft, teilte die Polizei mit. Bremens Innensenatorin Eva Högl verurteilte die Tat «auf das Schärfste». «Politisch begründete Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen – egal aus welcher Richtung sie kommt», sagte die SPD-Politikerin. Der Staatsschutz ermittelt wegen Brandstiftung.
Schaden im sechsstelligen Bereich
In dem Schreiben begründeten Unbekannte den Anschlag politisch, teilte die Polizei mit. In der Nacht zu Sonntag hatte ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes festgestellt, dass zwei Fahrzeuge auf dem Firmengelände in Vollbrand standen. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten auch ein Feuer im Treppenhaus löschen. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein Schaden im sechsstelligen Bereich.
Linken-Senatorin verurteilt Tat «auf das Schärfste»
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt verurteilte die Tat ebenfalls «auf das Schärfste». Das betroffene Unternehmen sei ein wichtiger Arbeitgeber. «Angriffe auf Betriebe treffen nicht abstrakte Strukturen, sondern gefährden die Sicherheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern», sagte die Linken-Politikerin.
Die CDU-Fraktion hatte in der vorigen Woche versucht, Vogt und Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (ebenfalls Linke) zu stürzen. Die beiden überstanden ein Misstrauensvotum. Die CDU-Fraktion hält die Linken als Regierungspartei für nicht mehr tragbar. Die Linke und ihre beide Senatorinnen würden «Linksextremismus zumindest offen tolerieren», hatte CDU-Fraktionschefin Wiebke Winter gesagt.
Farbattacke auf Haus des Verfassungsschutz-Leiters
Zuletzt hatten sich Unbekannte auf einer linksextremen Plattform zu unterschiedlichen Taten bekannt. Unter anderem hatten Unbekannte Ende Januar mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln auf das Wohnhaus des Leiters des Bremer Verfassungsschutzes geworfen.
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