Die peruanische Regierung hat nach starkem Regen, Erdrutschen und Hochwasser den Notstand in fast der Hälfte aller Landkreise ausgerufen. Die Anordnung von Interimspräsident José María Balcázar gilt nun für mehr als 700 Bezirke entlang der Pazifikküste, in den Anden sowie im peruanischen Teil des Amazonas.
Seit Dezember sind nach offiziellen Angaben 68 Menschen im Zusammenhang mit starkem Regen in Peru ums Leben gekommen. Das peruanische Verkehrsministerium teilte mit, dass durch Erdrutsche und Überschwemmungen rund 930 Kilometer Straßen im ganzen Land beschädigt worden seien. Zuletzt hatte der Regen noch zugenommen.
Die Regierung konnte in den vergangenen Tagen trotz der angespannten Lage kein Notstandsdekret erlassen, weil Präsident Balcázar seine Minister erst am Dienstag vereidigt hatte. Eine Woche zuvor war sein Vorgänger José Jerí wegen Korruptionsvorwürfen durch ein Misstrauensvotum abgesetzt worden.
Das lokale Klimaphänomen El Niño Costero ist laut Meteorologen die Ursache für die jüngsten starken Regenfälle. Den Behörden zufolge wird der Küsten-El-Niño voraussichtlich im März stärker werden. Die Erwärmung des Pazifiks führt zu erhöhter Verdunstung und extremen Niederschlägen sowie zu anschwellenden Flüssen.
Tote nach Regenfällen auch in Brasilien
Unterdessen stieg die Zahl der Toten bei Überschwemmungen im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais auf mindestens 46. Etwa 21 Menschen galten laut Feuerwehr noch als vermisst. Mehr als 3.000 Menschen seien in der Region etwa 310 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro gezwungen gewesen, ihre Häuser zu verlassen. Einige Familien bestatteten bereits die Toten.
In Juiz de Fora waren die Straßen mit Schlamm bedeckt. Laut Bürgermeisterin Margarida Salomão gab es seit dem Einsetzen der Regenfälle in der Stadt mit etwa 560.000. Einwohnerinnen und Einwohnern mindestens 20 Erdrutsche, weitere werden befürchtet. Im benachbarten Uba mit etwa 107.000 Einwohnerinnen und Einwohnern kam das öffentliche Leben zum Erliegen. Der Schulunterricht wurde nach Angaben der Rathäuser in beiden Städten abgesagt.
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva teilte in sozialen Netzwerken mit, Sicherheitskräfte seien für Rettungseinsätze entsandt worden und leisteten der betroffenen Bevölkerung sofortige Hilfe. Zudem seien medizinische Helfer in die Region geschickt worden. Für die kommenden Tage wird mit weiteren starken Regenfällen in der Region im Südosten Brasiliens gerechnet.
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