Das UN-Menschenrechtsbüro (OHCHR) hat der RSF-Miliz im Sudan eine Reihe schwerer Kriegsverbrechen und potenziell Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Bei der Eroberung der Stadt Al-Faschir im Oktober habe die Miliz eine Welle “heftiger Gewalt” ausgelöst, die in ihrem Ausmaß und in ihrer Brutalität schockierend sei, heißt es in einem OHCHR-Bericht.
Demnach sollen RSF-Kämpfer und Kämpfer mit ihr verbündeter arabischer Milizen Massentötungen und Massenhinrichtungen, sexuelle Gewalt, Entführungen zur Erpressung von Lösegeld, Folter und Misshandlung, Inhaftierungen, Verschleppungen und Plünderungen begangen haben. Zudem warf das Menschenrechtsbüro RSF vor, Hunger als Kriegsmittel und Kindersoldaten eingesetzt zu haben.
Satellitenbilder deuten auf Massentötungen in Al-Faschir
Auf Grundlage der Aussagen von mehr als 140 Opfern und Zeugen hat das OHCHR nach eigenen Angaben die Tötung von 6.000 Menschen dokumentiert. 4.400 von ihnen seien binnen dreier Tage, in denen RSF Al-Faschir eingenommen hatte, getötet worden. Weitere 1.600 wurden demnach entlang der Fluchtrouten getötet. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte demnach viel höher liegen.
Bereits kurz nach der Eroberung von Al-Baschir kam es zu zahlreichen Berichten über Massaker an der dortigen Zivilbevölkerung. Satellitenbilder, auf denen zahlreiche Ansammlungen von mutmaßlichen Leichen zu sehen waren, deuteten auf die Tötung zahlreicher Menschen.
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