In den Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und
der Lokführergewerkschaft GDL deutet sich eine Einigung an. Man habe sich bei
den Tarifgesprächen angenähert, teilten beide Parteien am Freitagabend mit. Am
Mittwoch hatte die GDL noch mit dem Abbruch der Gespräche und Streiks gedroht.
Die GDL teilte nun mit, die Gespräche gingen in die richtige
Richtung. Man habe in wesentlichen Punkten tragfähige Annäherungen erzielt und strukturelle
Fragen weiter geklärt. “Für eine Bewertung im Sinne eines möglichen
Abschlusses ist es jedoch noch deutlich zu früh”, erläuterte die Gewerkschaft.
Vonseiten der Deutschen Bahn hieß es, man sei “zuversichtlich, dass die
letzten offenen Punkte in der nächsten
Verhandlungsrunde gelöst werden können”. Diese beginnt am 23. Februar und umfasst fünf Tage.
Gewerkschaft lehnte bisheriges Angebot der Bahn als zu niedrig ab
Die GDL fordert in den Verhandlungen bisher unter anderem
acht Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. 3,8 Prozent davon sollen über
eine Entgelterhöhung erzielt werden. Die weiteren Erhöhungen will die
Gewerkschaft über Umstrukturierungen im Tarifsystem erreichen, etwa mit der
Einführung einer neuen Tarifstufe. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll aber
zwölf Monate betragen.
Die Bahn hatte Anfang dieser Woche sechs Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 30 Monaten angeboten. Von den sechs Prozent sollen 3,8
Prozent als direkte Lohnerhöhung in zwei Schritten ausgezahlt werden. Die
restlichen 2,2 Prozent will die Bahn über Änderungen im Tarifsystem umsetzen.
Dabei geht es unter anderem um eine zusätzliche Tarifstufe, wie sie die GDL
fordert. Außerdem bietet die Bahn eine einmalige Zahlung von 400 Euro an. GDL-Chef
Mario Reiß hatte das Angebot der Bahn als zu niedrig kritisiert.
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