In Israel wurden im Jahr 2023 580
Kinder und Jugendliche in die Notaufnahme des landesweit größten Kinderkrankenhauses eingeliefert, weil sie versucht hatten, sich das Leben zu nehmen, oder weil sie
Suizidabsichten geäußert
hatten. Im Jahr 2024 stieg diese Zahl auf 752. Im Jahr 2025 sogar auf 930
Kinder und Jugendliche. Das israelische Gesundheitsministerium verzeichnete bis
Mitte 2025 landesweit einen Anstieg an Suiziden bei
Kindern unter 15 Jahren.
Die vergangenen Jahre hier waren geprägt von Ausnahmezuständen. Schon vor dem Massaker am 7. Oktober 2023 häuften sich Terroranschläge und innere Gewalt über eine spaltende Regierungspolitik. Dem größten Massaker an Juden seit der Schoah folgte dann ein brutaler Krieg, mit zwei Jahren Raketen- und Drohnenbeschuss auf Israel aus Gaza, dem Libanon, dem Jemen, dem Irak und zuletzt – nach dem Angriff Israels und der USA auf Teheran – zum wiederholten Mal aus dem Iran. 300.000 Soldaten und Soldatinnen wurden in die israelische Armee eingezogen. In einem Land mit nur etwa zehn Millionen Menschen sind das drei Prozent der Bevölkerung. Viele haben Hunderte Tage gedient. Seit Ende Februar befindet sich Israel im dritten Krieg in zweieinhalb Jahren.
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