Die Demokratie ist ein zähes Wesen. Sie lässt sich
aushöhlen, schwächen und demütigen, aber ihr den Garaus zu machen ist nicht so
leicht, nicht einmal in Ungarn. Das ist wichtigste Botschaft der ungarischen
Parlamentswahlen.
Péter Magyar hat den Mann besiegt, der versucht hat, eine
illiberale Demokratie in Ungarn zu etablieren. Obwohl dem Namen nach demokratisch, sollte immer der Kandidat derselben Partei gewinnen, nämlich Viktor Orbán
und seine Fidesz. Das war der Plan. Und er ist gescheitert. Orbán ist es nicht gelungen, seinen Staatsumbau gegen den Wählerwillen zu immunisieren. Er konnte sein Werk nicht vollenden.
Nach der jüngsten Hochrechnung hat Tisca mehr als 53 Prozent gegen knapp 38 Prozent für Fidesz.
Das bedeutet 137 Sitze für Tisca, das ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit.
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