Einen Tag nach den Angriffen auf den Iran und
der Tötung des bisherigen Staatsoberhaupts und Religionsführers
Ajatollah Ali Chamenei hat sich US-Präsident Donald Trump Gesprächsbereitschaft signalisiert. “Sie wollen reden, und ich habe zugesagt, also
werde ich mit ihnen sprechen”, zitierte ihn die Zeitschrift The
Atlantic nach einem Telefonat. Dabei warf Trump dem Iran vor,
zu lange gezögert zu haben. “Sie hätten es früher tun sollen”, sagt er. Unklar war, ob die iranische Seite auch zu
Gesprächen bereit ist.
Wann genau die Gespräche stattfinden sollen, ließ Trump
demnach offen. Der Präsident habe angemerkt, dass einige Iraner, die an
den bisherigen Verhandlungen beteiligt waren, nicht mehr am Leben
seien. “Die meisten dieser Leute sind tot. Einige derjenigen, mit denen
wir verhandelt haben, sind tot, denn das war ein schwerer Schlag”, sagte
er.
Dem Sender Fox News sagte Trump, dass bei den Angriffen der USA und Israels auf den Iran 48 Führungspersonen getötet worden seien: “Niemand kann den Erfolg glauben, den wir haben, 48 Anführer sind auf einen Schlag weg.”
Iranischer Kurs unklar
Mit wem Trump
nun sprechen möchte, ist bislang unklar. Zuletzt verhandelten die
Vereinigten Staaten unter Vermittlung von Oman mit Irans Außenminister
Abbas Araghtschi. Nach dem Tod von Chamenei bei den
amerikanisch-israelischen Luftangriffen auf Teheran ist der weitere Kurs
des Landes unklar.
Bis ein neues Staatsoberhaupt bestimmt wird,
soll ein dreiköpfiger Rat seine Aufgaben übernehmen. Diese Rolle fällt
laut offiziellen Angaben Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei sowie dem Mitglied des Wächterrats,
Aliresa Arafi, zu. Für die Wahl des neuen Staatschefs ist ein
sogenannter Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen,
zuständig.
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