Wegen eines versuchten Attentats auf Donald Trump hat ein
US-Gericht den Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine Jury hatte den
59-jährigen Ryan Wesley R. bereits im September schuldig gesprochen. Bei der Verkündung des Strafmaßes folgte die Bezirksrichterin im Bundesstaat Florida, Aileen
Cannon, dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Sie sprach von einer
“vernünftigen Strafe”. Die Verteidigung hatte auf 20 Jahre Haft plädiert,
zusätzlich zu einer siebenjährigen Haftstrafe wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
R. soll nach Überzeugung des Gerichts am 15. September 2024
versucht haben, Trump auf dessen Golfplatz in Palm Beach zu erschießen. Er soll mit
einem Gewehr durch ein Gebüsch gezielt haben. Ein Secret-Service-Beamter
entdeckte R., bevor Trump in Sichtweite kam. Trump war zum Zeitpunkt des Anschlagsversuchs noch Präsidentschaftskandidat.
Staatsanwalt wirft Angeklagtem mangelnde Reue vor
Justizministerin Pam Bondi bezeichnete das versuchte
Attentat als “Angriff auf unser gesamtes demokratisches System”. Die
amerikanische Demokratie funktioniere nicht, wenn Einzelpersonen eigenmächtig
Kandidaten ausschalteten, sagte Staatsanwalt John Shipley dem Gericht. R. habe zudem keine Reue gezeigt und sich auch
nicht bei den Menschen entschuldigt, die er in Gefahr gebracht habe, sagte der Staatsanwalt.
Der Verteidiger argumentierte, sein Mandant habe sich im entscheidenden Moment
entschieden, nicht abzudrücken.
Der 59-jährige Angeklagte hatte in dem Prozess ein wirres Eröffnungsplädoyer
gehalten und auf nicht schuldig plädiert. Über weite Teile des Verfahrens verteidigte
er sich selbst. Erst am Schluss des Prozesses akzeptierte er einen Anwalt. Der
vorbestrafte Mann hatte Trump nach eigenen Angaben im Jahr 2016 selbst noch
gewählt. Nach dessen erster Amtszeit äußerte er sich aber enttäuscht.
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