Home Home USA und Iran: Verhandlungen zwischen Iran und USA beginnen indirekt

USA und Iran: Verhandlungen zwischen Iran und USA beginnen indirekt

0
1
Vertreter von USA und Iran wollen sich im Oman treffen. Zu Beginn sprachen beide Seiten nicht direkt miteinander, sondern mit dem omanischen Außenminister als Vermittler.

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben in einem indirekten Format begonnen. Irans
Außenminister Abbas Araghtschi sei auf dem Weg zu einem zweiten Treffen
mit seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Bussaidi, berichtete eine
Korrespondentin des Staatsfernsehens aus der omanischen Hauptstadt
Maskat. 

Das omanische Außenministerium verkündete auf X, dass al-Bussaidi sich separat mit Araghtschi sowie der US-Delegation um den Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner getroffen habe. “Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die
Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen”, hieß es in der Mitteilung. Ob es am Freitag auch noch zu direkten Verhandlungen zwischen Araghtschi und Witkoff kommt, blieb zunächst unklar.

Uneinigkeit über Inhalt der Verhandlungen

Die Positionen der beiden Seiten
liegen weit auseinander
. US-Außenminister Marco Rubio zufolge
soll über das Atomprogramm des Irans, seine ballistischen
Raketen, die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region und
den “Umgang mit dem eigenen Volk” gesprochen werden. Der Iran teilte mit, er werde nur über eine Begrenzung des Atomprogramms verhandeln. Eine vollständige Aufgabe sei eine rote Linie. Auch Verhandlungen über das Raketenprogramm schloss Irans Regierung vor dem Termin kategorisch aus.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die USA und der Iran über Irans
umstrittenes Atomprogramm verhandelt, die Gespräche waren jedoch bei
zentralen Fragen ins Stocken geraten. So fordern die USA etwa, dass Irans Führung die Urananreicherung vollständig einstellt. Der Oman war damals bereits Gastgeber von Gesprächen.

Einen Tag vor Beginn der geplanten sechsten Verhandlungsrunde im Juni 2025 griff Israel den Iran
an. Die Streitkräfte der Islamischen Republik reagierten mit
Raketenbeschuss. Knapp eine Woche später schloss sich das US-Militär dem
Krieg an und bombardierte zentrale Atomanlagen im Iran.

Brutales Vorgehen gegen Proteste

Irans Regierung
erhofft sich von Verhandlungen eine Aufhebung der harten Sanktionen und
einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ausgelöst wurden die jüngsten
Demonstrationen Ende Dezember durch die schwere Wirtschaftskrise, ehe
sich die Proteste zu einem politischen Aufstand ausweiteten.

Das iranische Regime ließ die Proteste brutal niederschlagen, es wurden wohl zehntausende Menschen getötet. Trump hatte den Demonstranten auf dem Höhepunkt
der Proteste seine Unterstützung zugesagt. Mitte Januar sprach sich der
Republikaner für einen Machtwechsel in der Islamischen Republik aus.

Viele Iranerinnen und Iraner,
die Anfang Januar noch gegen das autoritäre Herrschaftssystem der
Islamischen Republik demonstriert hatten, sehen neue Verhandlungen
kritisch. Sie fordern einen Machtwechsel und fürchten, dass neue
Gespräche dem Regime den Rücken stärken könnten.

Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de