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Ver.di: Streiks im Nahverkehr in mehreren Bundesländern ab Donnerstag

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Die Gewerkschaft Ver.di hat Mitarbeiter im Nahverkehr zum Arbeitskampf aufgerufen. Betroffen sind Bayern, das Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Die Gewerkschaft Ver.di hat für kommenden Donnerstag die Beschäftigten in öffentlichen Verkehrsbetrieben in bis zu sieben Bundesländern zum Streik aufgerufen. Betroffen sind Fahrgäste in Bayern, dem Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg sowie möglicherweise in Hessen und in Bremen, wie die Gewerkschaft mitteilte. In Nordrhein-Westfalen soll bereits am heutigen Montag und am darauffolgenden Dienstag gestreikt werden.

In Hessen soll sich laut Ver.di im Laufe des heutigen Montags nach den aktuellen
Verhandlungsgesprächen entscheiden, ob die Gewerkschaft ebenfalls für den 19. März
zum Streik aufruft. In Bremen soll diese Entscheidung nach den dortigen
Verhandlungen am kommenden Mittwoch getroffen werden.

Es ist bereits das dritte Mal in der laufenden Tarifrunde, dass die
Nahverkehrsunternehmen in mehreren Bundesländern gleichzeitig bestreikt
werden. Dabei geht es Ver.di zufolge um die Arbeitsbedingungen für
knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen in allen Bundesländern.

Ver.di fordert je nach Bundesland unterschiedliche Verbesserungen, um
die Angestellten zu entlasten. Dazu zählen etwa eine kürzere
Wochenarbeitszeit, längere Ruhezeiten zwischen den Diensten sowie höhere
Zuschläge für Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern,
Brandenburg, Thüringen, dem Saarland und bei der Hamburger Hochbahn geht
es ⁠zudem um höhere Löhne ​und Gehälter.

“Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern”

“In vielen Ländern stehen wir – im
vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang”, sagte Ver.di-Vizevorsitzende Christine Behle. “Die Zeiten
seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern. Allerdings können wir
uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es müssen dringend
Lösungen her.”

In Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg wurde Ver.di zufolge bereits ein Tarifergebnis erzielt. “Wir haben in den Ländern teils sehr unterschiedliche
Verhandlungsstände”, sagte Behle.
“Wir rufen daher nur dort zu Streiks auf, wo es jetzt wirklich Druck braucht.”

“Wenn ​es am Verhandlungstisch gut vorangeht, bleiben Streiks aus”

Die Proteste seien ein Signal ‌für bessere Arbeitsbedingungen. “Aber wir streiken nicht aus Prinzip”, sagte Behle. “Wenn ​es am Verhandlungstisch gut vorangeht, bleiben Streiks aus.”

Ziel der Gewerkschaft sei ⁠es, die hohe ​Belastung der Beschäftigten zu senken und die ‌Berufe wieder attraktiver zu machen. Nur so könne man die hohe Personalfluktuation stoppen und den Mangel an Fahrerinnen ‌und Fahrern bekämpfen. “Wenn uns das nicht gelingt, ist der ÖPNV massiv gefährdet – als Daseinsvorsorge, ​als Garant für Teilhabe und für Lebensqualität”, sagte Behle.

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