Ein Blauhelmsoldat der UN-Friedenstruppen im Südlibanon ist durch ein Geschoss ungeklärter Herkunft getötet worden. Eine weitere Person wurde bei der Explosion nahe der libanesischen Grenze zu Israel lebensgefährlich verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilte. “Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren”, hieß es. Angriffe wie diese stellten einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Adtschit al-Kusayr. Zunächst war unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen zu den genauen Umständen wurden laut Unifil eingeleitet. Die libanesische staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor berichtet, die getroffene Stellung gehöre zu einem indonesischen Unifil-Bataillon.
Mehr als eine Million Menschen auf der Flucht
Im Zuge des Kriegs gegen den Iran sind auch die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel im Libanon wieder aufgeflammt. Nach UN-Angaben sind mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Zuletzt kündigte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu an, die Einsätze seines Militärs im Südlibanon auszuweiten. Gegen die Hisbollah geht die israelische Armee im Südlibanon bereits seit Längerem vor.
Der Einsatz israelischer Bodentruppen ist höchst umstritten. Eigentlich gilt zwischen Israel und dem Libanon eine Waffenruhe, die libanesische Regierung will die Miliz entwaffnen. Israel begründet die Kämpfe gegen die Hisbollah mit Selbstverteidigung, auch Israels Verbündete hatten sich zuletzt doch gegen eine Bodenoffensive ausgesprochen.
Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt. Laut den Vereinten Nationen wurden mehrfach seit Beginn des Irankriegs Unifil-Stellungen getroffen. Anfang März waren drei ghanaische Soldaten in einer Grenzstadt durch Schüsse verletzt worden.
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