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WHO: Chile hat als zweites Land überhaupt die Krankheit Lepra besiegt

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Die Weltgesundheitsorganisation hat Chile als frei von der chronischen Infektionskrankheit Lepra eingestuft. Seit 1993 gab es dort keine lokale Ansteckung mehr.

Als zweites Land weltweit nach Jordanien hat das südamerikanische Land Chile die Krankheit Lepra besiegt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gratulierte der Regierung und stellte ein Zertifikat aus.

Nach Angaben der WHO verzeichnete Chile seit 1993 keine lokale Ansteckung mehr mit der chronischen Infektionskrankheit, die die Haut verändern und Nerven schädigen kann. Zu diesem Erfolg hätten unter anderem ein Programm zur Früherkennung und der universelle Zugang zu medizinischer Versorgung beigetragen. Der Direktor der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO, Jarbas Barbosa, sagte mit Blick auf den Zusammenhang zwischen Lepra und sozialen Lebensumständen, dass der Erfolg Chiles zeige, dass man den Teufelskreis von Krankheit und Armut durchbrechen könne.

Die WHO registriert im Jahr rund 200.000 neue Lepra-Fälle in mehr als 120 Ländern der Welt – vor allem in Südostasien, Afrika und Südamerika. In Deutschland gibt es Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge seit Jahren nur einen Leprafall pro Jahr. Dabei könne davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um eingeschleppte Erkrankungen handelte, teilte das Ministerium mit.

Lepra ist eine heilbare Krankheit. Ohne Behandlung können aber anhaltende Entzündungen und unbemerkte Verletzungen Gliedmaßen verformen. Über Jahrzehnte hinweg wurden Erkrankte in vielen Gesellschaften ausgegrenzt, obwohl die Bakterien nur über engen und anhaltenden Kontakt übertragen werden können.

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