Home Home “Zones of Blue” von Olga Neuwirth: Prust, schnauf, röchel, krächz

“Zones of Blue” von Olga Neuwirth: Prust, schnauf, röchel, krächz

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Bei der experimentellen Musik der Komponistin Olga Neuwirth gerät man völlig außer Atem. Selbst, wenn man die Musiker beim Sich-Verausgaben nicht sieht, sondern nur hört.

Zeitgenössische klassische Musik im Radio ist so eine Sache, besonders der experimentellere Teil des Genres: “Piepstöne” hat eine Freundin das Phänomen mal liebevoll genannt und damit oft Recht behalten. Ohne den Blick ins Orchester und auf den Dirigenten, ohne die Menschenspannung und dreidimensionale Hörerfahrung im Raum, in dem Komponistinnen ihre Ensembles gerne mal verteilen, erschließen sich manchmal nicht nur musikalische Zusammenhänge schwerer – es kann am Lautsprecher auch problematisch werden, zu erkennen, ob überhaupt gespielt wird oder nicht. Zarte Striche über den Korpus der Geigen, ein Hauch von Stoff am Fell der Pauke, Fingernägel entlang geriffelter Flügelsaiten, das alles sieht im Raum das Auge oft früher, spürt die Haut direkter, als dass das Ohr es hört.

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