1. Mai: Queer-feministische Demo zieht in Hamburg durch den Kiez

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Mit einer queer-feministischen Demonstration gegen Kapitalismus und patriarchale Strukturen sind in Hamburg die Aktivitäten linker Gruppen rund um den 1. Mai gestartet. Unter dem Motto «Take Back the Night» zogen nach Angaben der Polizei etwa 950 Menschen vom Heiligengeistfeld in Richtung Reeperbahn – überwiegend Frauen. 

«Es geht vor allem darum, patriarchale Gewalt sichtbar zu machen, aber auch eine ansteigende Queerfeindlichkeit», sagte Kim Delfi, die mit anderen zur Demo aufgerufen hatte, am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe darum, darauf aufmerksam zu machen, dass die Reeperbahn nachts für Frauen und queere Menschen kein sicherer Ort sei, erklärten die Veranstalter.

Die Demonstration wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Die Veranstalter hatten rund 500 Teilnehmende angekündigt.

Demonstrationen am 1. Mai

Für den Tag der Arbeit am Donnerstag sind in Hamburg insgesamt drei Demonstrationen aus dem linken und linksextremen Spektrum geplant, zu denen mehrere Tausend Menschen erwartet werden. Zudem gibt es mehrere Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds DGB. 

Nachdem es in der Vergangenheit rund um den 1. Mai in Hamburg wiederholt zu Ausschreitungen gekommen war, verliefen die Kundgebungen seit dem von Krawallen geprägten G20-Gipfel 2017 überwiegend ruhig.

© dpa-infocom, dpa:260430-930-18107/1

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