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Bagger-World-Cup 2027: Die MotoGP-Rahmenserie von Harley-Davidson

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Nach der Premiere 2026 wird der Harley-Davidson Bagger-World-Cup als Rahmenserie der MotoGP auch im kommenden Jahr fortgesetzt.

Die internationale Rennserie mit ihren mächtigen Touring-Bikes ging aus der amerikanischen “King of the Baggers”-Serie hervor, die seit einigen Jahren in den USA für volle Tribünen sorgt. 2026 wagte Harley-Davidson gemeinsam mit MotoGP-Rechtehalter Dorna den Schritt auf die Weltbühne und initiierte eine neue Meisterschaft.

Mit welchen Motorrädern von Harley-Davidson wird gefahren?

Im Fokus stehen Road-Glide-Modelle von Harley-Davidson, die speziell für den Rennsport umgebaut werden – leichter, schneller und wendiger als die Serienbikes.

Die Maschinen leisten bereits in ihrer ersten Entwicklungsstufe mehr als 200 PS, erreichen über 300 km/h und wiegen rund 280 Kilogramm. Für die Saison 2027 hat Harley-Davidson weitere technische Verbesserungen angekündigt.

Die Motorleistung soll um etwa zwei bis drei Prozent steigen. Gleichzeitig wird die maximale Drehzahl von 7.000 auf 7.200 U/min angehoben. Auch Getriebe und Fahrwerk wurden weiterentwickelt. Zudem soll eine modifizierte Schwinge die Traktion am Hinterrad verbessern. Hinzu kommt eine aktive Reifendrucküberwachung.

Der Bagger-World-Cup von Harley-Davidson feierte 2026 Premiere

Foto: MotoGP.com

Ein zentrales Element des Bagger-World-Cups ist die technische Chancengleichheit. Alle Teams fahren auf nahezu identischen, von Harley-Davidson entwickelten Motorrädern. Für die schweren Rennmaschinen entwickelt Dunlop spezielle Reifen.

Bei der Bremsanlage kommen Komponenten von Brembo zum Einsatz. Dazu gehören vernickelte Billet-Bremssättel mit vier Kolben, 330-mm-T-Drive-Bremsscheiben und Z04-Rennbremsbeläge. Das Fahrwerk stammt von Öhlins. Geschmiedete Marchesini-Aluminiumräder tragen zur Reduzierung der ungefederten Masse bei.

Weitere technische Partner der Harley-Davidson-Rennserie sind Akrapovic (Auspuff), Panta Fuels (Kraftstoff), Regina (Kette), STM (Kupplung) und Dynojet (Motortuning, Elektronik). Das komplette Reglement der Serie ist auf der FIM-Webseite zu finden.

Wo und wann findet der Bagger-World-Cup statt?

Die Serie findet auch 2027 an ausgewählten MotoGP-Wochenenden statt. Nachdem die Saison 2026 noch sechs Stationen in den USA und Europa umfasste, wurde für das zweite Jahr auf acht Events aufgestockt. Der Turnus bleibt dabei gleich: An jedem Rennwochenende finden zwei Rennen statt, also insgesamt 18 in der Saison.

Austin (USA), 23.-25 März

Le Mans (Frankreich), 14.-16. Mai (neu)

Mugello (Italien), 28.-30. Mai

Barcelona (Spanien), 11.-13. Juni (neu)

Assen (Niederlande), 25.-27. Juni

Spielberg (Österreich), 27.-29. August

Aragon (Spanien), 17.-19. September

Portimao (Portugal), 1.-3. Oktober (neu)

Silverstone ist anders als im Vorjahr nicht mehr im Kalender.

Welche Teams und Fahrer treten beim Bagger-World-Cup an?

Auf der Nennliste für die Saison 2027 stehen Joe Rascal Racing (Australien, 3 Bikes), Saddlemen Race Development (USA, Bikes), Niti Racing (Indonesien, 3 Bikes), KWR Kyle Wyman Racing (USA, 1 Bike) und Mad Monkey/Tobacco Road H-D (USA, 1 Bike).

Sobald das Fahrerfeld feststeht, werden die Namen hier entsprechend ergänzt.

Wie sieht das Wochenendformat beim Bagger-World-Cup aus?

Der Großteil der Saison wird einem Samstag-Sonntag-Rennformat folgen. Eine Ausnahme bildet der Grand Prix von Italien in Mugello. Ansonsten gilt folgenden Plan:

Freitag: Freies Training 1 (FT1) und Freies Training 2 (FT2)

Samstag: Qualifying-Sessions um die Mittagszeit, anschließend Rennen 1 am Nachmittag, direkt nach dem MotoGP-Sprint

Sonntag: Rennen 2, je nach Veranstaltung am Vormittag oder Nachmittag

In Mugello kommt ein angepasstes Format zur Anwendung: Am Freitag findet neben den Trainings bereits das Qualifying statt. Rennen 1 und 2 sind für Samstag terminiert.

Was bezweckt Harley-Davidson mit dem Bagger-World-Cup?

Nach dem Aus der MotoE erhält die MotoGP ein außergewöhnliches Rahmenprogramm, das nicht nur Hardcore-Rennfans ansprechen soll. Harley-Davidson nutzt den Bagger-World-Cup, um die Marke global noch stärker im Motorsport-Umfeld zu positionieren und die US-Motorradkultur mit europäischen Renntraditionen zu verbinden.

Während die MotoGP-Bikes für Hightech-Entwicklungen und Geschwindigkeit pur stehen, sollen die schweren, aber rennoptimierten Baggers ein Kontrastprogramm liefern: viel Hubraum, markanter Sound und jede Menge Showfaktor.

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