In Albanien haben tausende Menschen gegen ein Immobilienprojekt protestiert, das mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, in Verbindung steht. In der Hauptstadt Tirana versammelten sich Menschen mit Plakaten, auf denen Slogans wie »Albanien ist nicht zu verkaufen« standen. Eine zentrale Forderung der Demonstrierenden ist der Stopp des Projekts aufgrund von Bedenken wegen Umweltschäden und Korruption.
Auf Plakaten bei der Demonstration war auch zu lesen »Ivanka, geh nach Hause« – in Anspielung auf Kushners Ehefrau Ivanka Trump, Tochter von US-Präsident Donald Trump. Zuvor hatte die Sonderstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität in Albanien mitgeteilt, sie habe Ermittlungen zu dem Bauprojekt eingeleitet.
Albanien wertet Kushner als »strategischen Investor«
Kushners Unternehmen Atlantic Incubation Partners LLC plant, 1,4 Milliarden Euro zu investieren, um auf der albanischen Insel Sazan ein Luxusresort zu eröffnen. Dort befand sich einst eine Militärbasis. Im vergangenen Jahr hatten die albanischen Behörden das Immobilienprojekt zunächst beschleunigt, indem sie Kushner den Status eines »strategischen Investors« verliehen hatten.
Die albanische Regierung versucht seit langer Zeit, ihre Wirtschaft durch den Tourismus anzukurbeln. Die Insel Sazan war in der Vergangenheit ausschließlich als Militärstützpunkt genutzt worden.
Die Familie von Trump hat weltweit vielfach in Luxusprojekte investiert. Kritiker werfen Kushner und seiner Frau vor, die Präsidentschaft von Donald Trump für eigene Geschäfte zu nutzen.
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