Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bedeutung des Kampfes gegen die Erderwärmung hervorgehoben. »Trotz aller anderen politischen Herausforderungen bleibt der
Klimawandel eine Überlebensfrage der Menschheit. Manchmal scheint mir
das in diesen Tagen ein wenig in den Hintergrund zu treten«, sagte die
CDU-Politikerin bei einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Bundesumweltministeriums.
Dabei äußerte sich Merkel auch kritisch über ihre eigenen politischen Fortschritte gegen die Erderwärmung. »Es bleibt die Frage, ob es in meiner Macht gelegen hätte, beim Klimaschutz mehr Vorsorge zu treffen«, sagte sie. »Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip«, sagte Merkel. Weiterhin treibe sie die Frage um, ob die Menschen in der
Lage seien, Experten-Warnungen ernst zu nehmen – oder ob sie immer nur
nach Naturkatastrophen handelten.
Umweltminister Schneider hält deutsche Umweltpolitik für Erfolg
In ihrer Rede verteidigte Merkel auch ihre Entscheidung zum deutschen Atomausstieg 2011 nach der Atomkatastrophe in Fukushima. »Ich bin bis heute der Meinung, dass wir unsere Klimaziele auch ohne die Kernenergie erreichen können, sagte die Ex-Kanzlerin dazu.
Der amtierende Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wertete die
deutsche Umweltschutzpolitik im Rückblick als Erfolg. »Die Bilanz dieser
40 Jahre kann sich sehen lassen: Deutschland ist wirtschaftlich
gewachsen – und dabei gesünder und nachhaltiger geworden. Viele Gewässer
sind wieder sauber – der Rhein, die Elbe und viele andere – und sie
erhalten ihre Auen und ihren natürlichen Lauf zurück, sagte Schneider.
Angela Merkel war von 1994 bis 1998 Bundesumweltministerin. Das Ministerium wurde am 6. Juni
1986 als Reaktion auf die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl in der heutigen Ukraine gegründet.
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