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Antisemitismus: Stadion in Polen sagt Konzert von Kanye West ab

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Erneut entfällt ein Auftritt des US-Rappers Kanye West bei seiner Europa-Tour. In Polen wurde ein für Juni geplantes Konzert nach Kritik des Kulturministeriums abgesagt.

Ein Stadion im Süden Polens hat ein für den Sommer geplantes Konzert des umstrittenen US-Rappers Kanye West
abgesagt. Das für den 19. Juni im polnischen Chorzów geplante Konzert finde aus »formal-rechtlichen Gründen« nicht statt,
hieß es auf der Webseite des dortigen Stadions in einer Mitteilung des
Direktors Adam Strzyzewsk. Der Absage war eine
Mitteilung des polnischen Kulturministeriums vorausgegangen, in der es
hieß, es wolle einen Auftritt des Rappers im Land verhindern.

Die
polnische Kulturministerin Marta Cienkowska bezeichnete den geplanten
Auftritt in Chorzów als »inakzeptabel«. Es gehe um einen Künstler, der
sich öffentlich antisemitisch äußere und Geld mit dem Verkauf von
T-Shirt mit Hakenkreuzen verdiene, schrieb sie auf X. »In einem Land,
das von der Geschichte des Holocaust geprägt ist, dürfen wir nicht so
tun, als sei dies nur Unterhaltung«, sagte Cienkowska. Die Taten von Kanye West in Verbindung mit seiner Werbung für
Nationalsozialismus stünden in offensichtlichem Widerspruch zu Polens
Werten. Sie appellierte an die Veranstalter, »Beförderern einer
kriminellen Ideologie keinen öffentlichen Raum zu bieten«.

Konzertabsagen auch in Frankreich und Großbritannien

Wenige
Tage zuvor hatte die britische Regierung dem Rapper ein
Einreiseverbot
erteilt. Ein Musikfestival, auf dem er auftreten sollte,
wurde in der Folge abgesagt. Ein Konzert in der französischen Hafenstadt
Marseille in Frankreich sagte West infolge eines drohenden Verbots
selbst ab.

West, der inzwischen unter dem Künstlernamen Ye
auftritt, gilt als einer der einflussreichsten Musiker. In den vergangenen Jahren stand er mehrfach
aufgrund von rassistischen und antisemitischen Aussagen in der Kritik.
Unter anderem veröffentlichte er im Jahr 2025 zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs ein Lied mit dem Titel »Heil Hitler«. Zuvor vermarktete
er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Anfang 2026 bat er im Wall Street Journal um Entschuldigung. Er sei
weder ein Nazi noch ein Antisemit, schrieb er und führte seine früheren
Äußerungen auf eine bipolare Störung zurück.

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