Home Home Beti Hohler: Erst sperrten sie ihre Kreditkarte, dann Amazon, Airbnb und den Rest

Beti Hohler: Erst sperrten sie ihre Kreditkarte, dann Amazon, Airbnb und den Rest

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Als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof verärgerte Beti Hohler den US-Präsidenten. Seine Reaktion riegelte ihr Leben ab. Hier erzählt sie, wie sie weitermacht.

DIE ZEIT: Frau Hohler, im vergangenen Juni hat Donald Trump Sie wegen Ihrer Arbeit als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) sanktioniert. Wie haben Sie davon erfahren?

Beti Hohler: An den Tag erinnere ich mich genau, ich werde ihn vermutlich nie vergessen. Ich war gerade in Armenien auf einer Konferenz zum internationalen Strafrecht. Es gab Gerüchte, dass die US-Regierung Sanktionen gegen Richter des IStGH prüft. Dass sie als Erstes jene Richter ins Visier nimmt, die über Anträge auf Haftbefehl gegen Israels Premier Benjamin Netanjahu und seinen ehemaligen Verteidigungsminister Joaw Galant entschieden haben, war zu erwarten. Ich gehörte dieser Kammer an und war eine der ersten vier Richterinnen, gegen die Sanktionen verhängt wurden. Seitdem hat es noch vier weitere Kollegen getroffen.

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