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Biomethan: Gestatten, der neue Gaslieferant

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Die Bundesregierung will Gasheizungen mit Biobrennstoffen grüner machen. Der Besuch bei einem Hersteller offenbart: Schöne Idee, aber es ist komplizierter, als die Politik behauptet.

Der Roggen ist noch grün, aber heute muss er vom Feld. Fein gehäckselt fahren ihn Trecker in großen Anhängern auf den Hof. Hermann Benning bückt sich, hebt ein paar Halme auf und schiebt sie auf der Handfläche auseinander. »Der wird so klein gemacht, damit die Bakterien da möglichst gut rankommen«, sagt er. Denn aus dem Roggen soll kein Mehl gemahlen, mit ihm kein Brot gebacken werden. Er wird zersetzt. Und zu Biogas.

Wer sich in Deutschland eine neue Gasheizung einbauen lässt, bekommt sein Gas bald vielleicht von hier, aus der Gemeinde Reken im Münsterland. Es ist ein Morgen Ende April, Hermann Benning führt über den Hof der Familie. Seit Jahrzehnten bauen sie den Spinat für das Iglo-Werk im Ort an, doch mittlerweile ist ihr Hauptgeschäft die Biogasanlage. Fünf runde Stahlbetonbehälter stehen hier, in dreien findet der Fermentationsprozess statt. Durch ein kleines Fenster lässt sich ins Innere schauen: auf ein blubberndes Gemisch aus Gülle, Mist und Pflanzenresten. 50 Tonnen Biomasse landen pro Tag in der Anlage. Das entweichende Gas sammelt sich unter den Kuppeln aus dicker Plastikplane.

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