Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 23/2026.
Einmal, als die rasenden Gedanken ihn wieder nicht in Ruhe ließen, als nichts half, Lesen nicht, Alkohol auch nicht, als er einfach nicht schlafen konnte, da öffnete der damals 18-jährige Holger Klein die Medikamentenschublade, nahm sich alles heraus, was ihn irgendwie beruhigen könnte, schluckte es und dachte: Gut möglich, dass ich jetzt sterbe.
So erinnert sich Klein. Weil er Stigmatisierung fürchtet, ist sein Name in diesem Artikel geändert. Als er am nächsten Morgen aufwachte, war ihm klar: Ich brauche Hilfe. Er schrieb seinen Eltern eine E-Mail, erzählte von seiner Krise. Dann suchte er sich einen Psychotherapeuten.
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