Hanley Motorsports Incorporated und DXDT Racing bündeln ihre Kräfte und bringen für die Saison 2027 ein umfangreiches IMSA-Programm an den Start. Unter dem Banner von HMI geht die Mannschaft künftig sowohl in der IMSA SportsCar Championship in GTD Pro und GTD als auch in der darunter befindlichen IMSA Challenge mit Unterstützung durch BMW an den Start.
Um das ehrgeizige Projekt auf solide Beine zu stellen, übernimmt HMI die betrieblichen Vermögenswerte von Paul Miller Racing inklusive der Werkstatt in Buford im US-Bundesstaat Georgia. Damit erbt das Team die Struktur der Mannschaft, die 2026 mit den Fahrern Connor De Phillippi und Neil Verhagen den Titel in der GTD Pro holte. Parallel entsteht in Flowery Branch eine neue permanente Basis.
Die Motorsport-Karriere von Teambesitzer Robert Hanley begann vor mehr als 30 Jahren im Dirt-Track-Bereich. Nach einer Pause für Familie und Beruf kehrte er 2019 an die Rennstrecke zurück. 2023 folgte der Einstieg in den Porsche Sprint Challenge und die SRO.
In der Saison 2026 vertiefte Hanley sein Engagement im Sportwagenbereich durch eine Minderheitsbeteiligung an DXDT Racing in der GTD-Klasse der IMSA sowie ein Joint Venture mit Bryan Herta Autosport und PR1/Mathiasen Motorsports in der LMP2.
Mit dem Zusammenschluss stützt sich Hanley auf geballte IMSA-Prominenz: DXDT-Gründer David Askew, der künftige Teamchef Mitchell Simmons sowie der frühere IMSA-Champion Bryan Sellers, der als Sportdirektor agiert, bilden das neue Führungstrio der Organisation.
“Das ist für mich ein wahr gewordener Traum”, sagt Hanley gegenüber Motorsport.com USA, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.
“Als ich Hanley Motorsports gründete, war es von Anfang an das Ziel, in all unseren Projekten auf höchstem Niveau anzutreten. Mit dem Know-how von Dave, Mitchell und Bryan glauben wir fest daran, eine Organisation aufzubauen, die in der höchsten Sportwagenklasse Nordamerikas dauerhaft erfolgreich sein kann.”
Als Quasi-Titelverteidiger steht das Team natürlich unter Druck: “Es steht außer Frage, dass unsere Ziele nicht leicht zu erreichen sein werden. Wir sind uns der enormen Konkurrenz vollkommen bewusst, vor der wir großen Respekt haben und die uns bei jeder Gelegenheit fordern wird. Wir gehen die anstehende Aufgabe jedoch voller Energie und Motivation an.”
DXDT geht den nächsten Schritt
DXDT Racing steuert ein fundiertes IMSA-Fundament bei, wobei HMI die Mehrheit an dem Gemeinschaftsprojekt übernimmt. Die von David Askew gegründete Mannschaft stieg nach einer überlegenen SRO-America-Saison mit acht Siegen im Jahr 2024 zur Saison 2025 komplett in die Sportscar Championship auf.
Dort überzeugte das Team auf Anhieb mit sechs Top-10-Platzierungen im Premierenjahr, ehe 2026 die erste Poleposition in Long Beach sowie ein Podestplatz beim Petit Le Mans folgten. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Unterfangen durch die Zusammenarbeit mit Robert Wickens. Dessen Zusammenarbeit mit Bosch geht Informationen von Motorsport-Total.com zufolge weiter, weitere Infos folgen später.
“Das ist eine großartige Gelegenheit für uns alle bei DXDT Racing, zu wachsen und zu etwas Größerem zu werden als bei unserem ersten Schritt in den IMSA-Paddock”, erklärt Askew bei Motorsport.com USA.
DXDT machte unter anderem mit den Einsätzen von Robert Wickens von sich reden
Foto: Lumen via Getty Images
“In unseren ersten zwei Jahren in der Serie haben wir wirklich intensiv daran gearbeitet, ein starkes Fundament zu legen. Nachdem wir das geschafft haben, ist es Zeit für den nächsten Schritt. Ich denke, dass diese Partnerschaft mit Robert genau dabei helfen wird. Ich bin gespannt auf die Zukunft von HMI und freue mich riesig, als Teil dieses Teams mit an Bord zu sein.”
Mit Formel-1-Erfahrung ins neue Abenteuer
Auch in der Führungsetage stellt sich das Team neu auf: Mitchell Simmons übernimmt die Rolle des Teamchefs, während der ehemalige IMSA-Champion Bryan Sellers als Sportdirektor fungiert.
Simmons bringt viel Ingenieurserfahrung mit, unter anderem aus der Softwareentwicklung für Formel-1-Projekte sowie aus Rennserien in Europa, Asien und Nordamerika. Mehr als zehn Jahre verbrachte er bei Paul Miller Racing und feierte dort mehrere IMSA-Titel, darunter den jüngsten Erfolg in der GTD Pro im Jahr 2026.
“Robert Hanley stellt hier eine echte Supertruppe für den IMSA-Vorstoß ab 2027 und darüber hinaus zusammen”, sagt Simmons gegenüber Motorsport.com USA. “Er hat die Besten der Besten von Paul Miller Racing und DXDT für dieses Projekt gewonnen.”
“Ich freue mich extrem darauf, ein so umfangreiches und ehrgeiziges Programm zu leiten. Die IMSA ist die absolute Spitze im Sportwagensport, und ich weiß, dass wir alle Hanley Motorsports an der Spitze dieses umkämpften Feldes sehen wollen. Ich freue mich riesig auf diese Herausforderung.”
Sellers wechselte Ende 2024 in das Management von DXDT, nachdem er zuvor eine erfolgreiche Fahrerkarriere absolviert hatte. Zu seinen Erfolgen zählen zwei IMSA-GTD-Titel sowie Siege bei den 24 Stunden von Daytona, den 12 Stunden von Sebring, den 6 Stunden von Watkins Glen, beim Petit Le Mans und drei Siege in Folge in Long Beach.
“Genau diese Art von Möglichkeit hatte ich vor Augen, als ich Ende 2024 ins Management gewechselt bin”, schwärmt Sellers bei Motorsport.com USA. “Es ist extrem spannend zu sehen, wie diese zwei beeindruckenden Teambesitzer zusammenkommen, um HMI zu formen und ein so ehrgeiziges Rennprogramm für 2027 auf die Beine zu stellen.”
“Sowohl Robert als auch Dave erbringen Höchstleistungen – im Rennsport wie im Geschäft. Es war eine großartige Erfahrung, diesen Deal gemeinsam einzufädeln. Und die erneute Zusammenarbeit mit Mitchell nach all unseren gemeinsamen Erfolgen ist das absolute Highlight. Ich kann es kaum erwarten, unsere BMWs auf die Strecke zu bringen und Rad an Rad mit den Besten der Besten in der IMSA zu kämpfen.”
Mit Unterstützung durch BMW Nordamerika
Der erweiterte Werks-Support von BMW M Motorsport umfasst den Einsatz des BMW M4 GT3 EVO in der GTD Pro sowie die Unterstützung der Projekte in der GTD-Kategorie sowie der GT4 in der IMSA Challenge.
“BMW Motorsport freut sich sehr, Hanley Motorsports in unserer Rennfamilie willkommen zu heißen”, sagt Adam McGregor, Motorsport-Manager bei BMW Nordamerika, im Gespräch mit Motorsport.com USA.
“Beim Kennenlernen von Robert und der gesamten Hanley-Organisation ist schnell klar geworden, dass sie denselben Anspruch an Spitzenleistungen auf der Rennstrecke verfolgen wie BMW Motorsport. Deshalb passen sie perfekt dazu, unsere Erfolgsgeschichte in der GTD-Pro-Klasse mit dem M4 GT3 Evo weiter auszubauen.”
“Es ist genauso spannend zu sehen, wie HMI die Präsenz von BMW in den Klassen GTD und GT4 der IMSA erweitern will. Die 24 Stunden von Daytona stehen vor der Tür und ich kann es kaum erwarten, die BMW M4 im HMI-Design auf dem Asphalt in Daytona zu sehen.”
Das offizielle Renndebüt von HMI ist für Januar 2027 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Daytona International Speedway geplant. Die Bekanntgabe des Fahreraufgebots soll in den kommenden Wochen folgen.
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