Nach Spekulationen um einen möglichen Kanzlerwechsel in der CDU hat Kanzleramtschef Thorsten Frei vor weiteren Personaldebatten rund um Bundeskanzler Friedrich
Merz (beide CDU) gewarnt. »Ich will vor allen Dingen eine solche unfruchtbare
Debatte nicht weiter verlängern. Das bringt uns doch nirgendwo hin«,
sagte Frei in der ZDF-Sendung Maybrit
Illner. Der CDU-Politiker räumte schlechte Umfragewerte für die
Regierung ein, sagte aber zugleich: »Das lösen wir doch nicht dadurch
auf, dass wir über Personen quatschen.«
Hintergrund sind Medienberichte über
Gedankenspiele in der Union zu einem möglichen Kanzlerwechsel angesichts
der schwierigen Lage der schwarz-roten Koalition. Im Umfeld des
Kanzlers hieß es daraufhin am Mittwoch, die Idee zeuge von einer
»gefährlichen Lust an der Zündelei«. Diese »wüste Spekulation« zeuge von
bemerkenswerter Unkenntnis der Verfassung und der politischen
Realität.
»Wir müssen unangenehme Entscheidungen treffen«
Frei sagte im ZDF,
man müsse sich jetzt auf gewaltige Herausforderungen konzentrieren.
Entlastungen würden dort gebraucht, wo sie helfen, Wachstumskräfte zu
entfalten. Reformen würden aber auch mit Einschnitten verbunden sein.
»Wir müssen unangenehme Entscheidungen treffen«, sagte der
Kanzleramtschef und sprach von einer »Phase hoher Anspannung«.
Geplant sind derzeit unter anderem Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung, der Einkommenssteuer, der Rente und der Pflege. Zwischen den Koalitionspartnern gibt es es jedoch Uneinigkeiten über mehrere der Reformvorhaben. Zugleich wächst in der Bevölkerung die Unzufriedenheit. Weniger als jeder Fünfte befürwortete in Umfragen von Anfang Mai 2026 den aktuellen Kurs der Bundesregierung.
Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de





