Jan Nolte ist neuer verteidigungspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. Die AfD-Abgeordneten wählten den 37-jährigen Parlamentarier aus dem Landesverband Hessen bei einer Fraktionssitzung in Berlin. Er tritt die Nachfolge des vor einer Woche zurückgetretenen Rüdiger Lucassen an. Nolte, ebenfalls ehemaliger Bundeswehrsoldat, leitet seit dem Rücktritt auch den Arbeitskreis Verteidigung der Fraktion. Der frühere Bundeswehroffizier Lucassen, der das Amt jahrelang bekleidete, war mit seinem Schritt einem Misstrauensantrag im Arbeitskreis zuvorgekommen. Er war fraktionsintern immer mehr unter Druck geraten. Kritiker bemängelten unter anderem seinen Führungsstil. Nach Lucassens Lesart wurde seine Ablösung auch von Anhängern des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke betrieben. Der ehemalige verteidigungspolitische Sprecher ist ein Befürworter von Nato und Westbindung und tritt offensiv für die Wiedereinführung der Wehrpflicht ein. Nolte zeigt sich ebenfalls als Transatlantiker, betont aber europäische Eigenständigkeit. Bei X schrieb er nach seiner Wahl: «Deutschland muss ein verlässlicher Nato-Partner bleiben, mit den USA als einem seiner engsten Partner. Gleichzeitig muss Europa aber sicherheitspolitisch handlungsfähiger werden.»
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