Manche Entscheidungen versteht man am besten weit weg von dem Ort, an dem sie getroffen wurden. Als die Ministerin Karin Prien in Berlin ankündigte, die Demokratieförderung dieses Landes umzubauen, dachte ich ans Erzgebirge. Genauer: an Stollberg, eine kleine Stadt in Sachsen. Da saß ich vor zwei Jahren zwei Frauen gegenüber, und wegen dieser Begegnung habe ich heute eine sehr deutliche Vorstellung, was Karin Priens Pläne anrichten könnten.
Dabei ging es in Stollberg gar nicht um Demokratieförderung, nicht um das »Demokratie leben«-Programm von insgesamt 187 Millionen Euro jährlich, das die CDU-Politikerin Karin Prien gerade umbaut. Das Jugendtheater hatte Schlagzeilen gemacht, weil die Theaterleitung nach einer Beschwerde von rechts außen ein Stück über die Weiße Rose abgeändert hatte, einen Bezug zur AfD entfernte. Ich recherchierte dazu, fuhr hin und traf also diese zwei Frauen, die das Theater leiteten. Wir sprachen über Kunstfreiheit und die Frage, wo diese endet.
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