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EU-Zoll auf Päckchen: In der EU gilt ab Juli ein neuer Zoll auf Päckchen bis 150 Euro

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Günstige Waren von außerhalb der EU konnten bisher ohne Zollgebühren bestellt werden. Ab Juli ist damit Schluss. Lieferungen von Temu und Shein dürften teurer werden.

Ab dem 1. Juli belegt die Europäische Union kleine Päckchen aus Ländern außerhalb der EU mit Zollgebühren. Bestellungen mit einem Warenwert bis zu 150 Euro waren bisher davon ausgenommen. Mit der neuen Regelung werden pro Bestellung jedoch mindestens drei Euro Zoll berechnet. Die EU will so gegen die stark gestiegene Anzahl an Paketen vorgehen, die in den vergangenen Jahren durch Onlinehändler wie Shein und Temu verursacht wurde.

Die bereits Ende 2025 beschlossene Regelung sieht vor, dass Sendungen mit einem Gesamtwert bis 150 Euro mit einem Zoll von drei Euro pro Produktkategorie belegt werden. Wird also nur Kleidung bestellt, bleibt es bei drei Euro; werden jedoch in einem Paket Kleidung und Drogerieartikel bestellt, sind es sechs Euro. Pakete mit einem Warenwert von mehr als 150 Euro unterliegen den regulären Zollgebühren.

Waren dürften teurer werden

Für die Anmeldung ihrer Pakete und die Zahlung der Zollgebühren sind zwar die Händler verantwortlich, sie können
die Zollpauschale aber an den
Verbraucher weiterreichen, schrieb die EU-Kommission dazu. Preise auf Onlineplattformen seien bereits gestiegen. Gerade bei billigen Produkten falle dies schnell ins Gewicht. Die Pauschale soll zwei Jahre gelten und dann von einem neuen digitalen Zollsystem abgelöst werden.

Ab dem 1. November soll zudem eine neue Bearbeitungsgebühr gelten. Die neue Abgabe für jedes im Internet bestellte und in die EU eingeführte Produkt soll von den nationalen Behörden erhoben werden. Die EU-Kommission muss die Höhe der Gebühr noch festlegen, im Gespräch ist eine Pauschale von zwei Euro pro Päckchen.

Mit diesen Maßnahmen will die EU vor allem gegen Billigwaren aus China vorgehen,
die über Handelsplattformen wie Shein, Temu oder AliExpress bestellt und versandt werden. EU-Angaben zufolge wurden etwa 2025
insgesamt 5,9 Milliarden Päckchen unter einem Wert von 150 Euro aus anderen Ländern in die EU
verschickt, davon mehr als 90 Prozent aus China. 

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