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Fahrkarten: Deutsche Bahn verzichtet erneut auf übliche Preiserhöhung im Dezember

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In den kommenden zwölf Monaten will die Deutsche Bahn die Ticketpreise im Fernverkehr nicht erhöhen. Bereits im vergangenen Jahr fiel die jährliche Preiserhöhung aus.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die Ticketpreise im
Fernverkehr in den nächsten zwölf Monaten nicht zu erhöhen. »Vom 1. Mai an
halten wir die Preise für ICE-Tickets ein Jahr lang stabil«, sagte Bahnchefin
Evelyn Palla der Bild am Sonntag. Die Konzernchefin will die Bahn nach eigenen Angaben dadurch zum »Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten« machen. Bereits im vergangenen Jahr war die übliche
Preiserhöhung im Dezember ausgefallen.

Die Bahn steht wegen zahlreicher Zugverspätungen immer
wieder in der Kritik
. Palla kündigte vor einem halben Jahr einen Neustart bei
dem Staatskonzern an. »Neustart bei der Deutschen Bahn heißt mehr Verantwortung
übernehmen und neue Prioritäten setzen«, sagte die Vorstandschefin. »Oberste
Priorität hat jetzt: Fahren, Fahren, Fahren und dafür sorgen, dass die Menschen
in Deutschland sich das Reisen weiter leisten können.«

Letzte Preiserhöhung vor eineinhalb Jahren

In den vergangenen Jahren hatte die Bahn ihre Preise im
Fernverkehr regelmäßig zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember angehoben und das vor
allem mit den steigenden Personal- und Energiekosten begründet. Zuletzt waren
Ende 2024 die sogenannten Flexpreise durchschnittlich um 5,9 Prozent erhöht
worden.

Den Fernverkehr mit ICE, Intercity und Eurocity betreibt die
Bahn auf eigene Rechnung. Die Preise für Fahrten in Regionalzügen werden
zumeist von den Verkehrsverbünden festgelegt. Viele von ihnen erhöhten zum
Jahreswechsel ihre Preise für Einzel-, Mehrfahrten- und Zeitkarten deutlich.
Auch das bundesweit gültige Deutschlandticket für den Nah- und Regionalverkehr
wurde teurer.

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