Nach mehreren Explosionen in einem Einfamilienhaus in Weimar-Lützendorf fehlt von einem Bewohner weiterhin jeder Spur. Ob sich der gesuchte 61-jährige Eigentümer unter den Trümmern befindet, sei weiterhin nicht klar, teilte die Polizei mit. Auch im Nahbereich suchte die Polizei, dabei kamen auch zwei Leichenspürhunde zum Einsatz.
Die Behörde geht aber weiter davon aus, dass die Explosionen vorsätzlich mit der Hilfe von Gasflaschen herbeigeführt worden sind. Unter den Trümmern seien mehrere Gasflaschen gefunden worden.
Weitere Details – auch, wer die Explosionen ausgelöst hat und warum – gab die Polizei nicht bekannt. Verschiedenen Medienberichten zufolge wird der gesuchte Bewohner selbst als möglicher Tatverdächtiger dabei gehandelt, der mittels der Gasflaschen die Explosionen herbeigeführt haben könnte. Offizielle Angaben dazu machte die Polizei nicht.
Haus nur noch Schutthalde, Schafe unverletzt
Zeugen hatten am Sonntagvormittag wegen eines Feuers Alarm geschlagen und von explosionsartigen Geräuschen berichtet. Nach Angaben der Feuerwehr vom Montag gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Trümmerteile lagen weiträumig verstreut. Das Feuer war erst in den frühen Morgenstunden gelöscht. 70 Kräfte waren im Einsatz.
Augenzeugenberichten nach ist von dem ursprünglich großen Haus nichts mehr zu erkennen. Nur noch eine Schutthalde sei dort. Schafe, die auf dem großen zum Haus gehörenden Grundstück gehalten werden, seien unverletzt, so die Polizei. Die Tiere hätten sich weit genug vom Haus aufgehalten.
Räumarbeiten dauern weiter an
«Nach aktuellem Erkenntnisstand wurden durch zwei Detonationen zwei Gebäude unabhängig voneinander völlig zerstört», hatte die Polizei am Sonntag mitgeteilt. Es entstand demnach ein Sachschaden in Millionenhöhe. Das zweite Gebäude sei ein Nebengelass – möglicherweise eine Garage, sagte ein Polizeisprecher. Andere Bewohner hätten sich laut Polizei zum Zeitpunkt des Brandes nicht in dem Haus befunden. Medienberichte zufolge soll sich die Ehefrau zum Zeitpunkt der Explosionen im Urlaub befunden haben.
Die Räumarbeiten in dem eingestürzten Gebäude gestalten sich laut Polizei schwierig. Diese sollen mindestens noch bis in den Abend andauern, so die Schätzung der Polizei. Bis zum Morgen konnten 60 Prozent des Schutts abgetragen werden.
© dpa-infocom, dpa:260914-930-682287/2
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