Filmtier: Tumor an der Pfote: Tigerin im Tierpark Gotha gestorben

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Nach gerade einem Jahr im Tierpark Gotha ist die alte Bengal-Hybrid-Tigerin «Indira» gestorben. Das Tier habe einen Tumor an der Vorderpfote entwickelt, teilte die für den Tierpark zuständige Gesellschaft Kultourstadt Gotha mit. Trotz tierärztlicher Hilfe habe sich das Fortschreiten der Erkrankung nicht aufhalten lassen. Um der 16 Jahre alten und damit schon betagten Tigerin weiteres Leid zu ersparen, sei sie eingeschläfert worden.

«Das ist ein schlimmer Schlag. Vor allem die Tierparkleiterin Angelika Wimmer ist betroffen», sagte Kultourstadt-Sprecherin Mandy Wettstein. Wimmer habe sich von Anfang an um das Tier gekümmert. «Die Tigerin hat auch auf sie reagiert und kam immer gleich angelaufen, wenn Frau Wimmer dabei war.»

Ein Reich für den Tiger-Lebensabend

«Indira» kam demnach im Mai vergangenen Jahres aus dem Filmpark Eschede nach Gotha. Von Anfang an sei geplant gewesen, dass die bereits an Menschen gewöhnte Tigerin in Gotha ihren Lebensabend verbringt. Die Anlage, in der die Tigerin bis zum Schluss lebte, sei für sie individuell angepasst worden.

«Mit der Aufnahme von Indira hat der Tierpark Gotha bewusst Verantwortung übernommen und ihr einen geschützten und würdevollen Lebensabend ermöglicht», hieß es in der Mitteilung. 

So bleibt dem Tierpark indirekt ein Teil Indiras erhalten

Der Tierpark hält aber weiter an der Tigerhaltung fest: So gehe der Neubau eines weiteren Tigerhauses voran. Der Grund: Vermutlich in den nächsten Monaten sollen neue Tiger nach Gotha kommen. Es handle sich um Nachkommen Indiras: «Ein Kind und eine Enkelin kommen», so Wettstein.

© dpa-infocom, dpa:260506-930-42610/1

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