Home Home Filmzensur: Hexenjagd in Hollywood

Filmzensur: Hexenjagd in Hollywood

0
1
Das Filmfestival von Locarno erinnert an frühere politische Repressionen, an die Paranoia Joseph McCarthys. Filmemacher dürfen nicht arbeiten. Und die Gegenwart grüßt.

Paranoia bezeichnet ein krankhaft gesteigertes Misstrauen, das offenkundig nicht nur einzelne Menschen, sondern ganze Gesellschaften erfassen kann. Es gehören dazu, wie man es in klinischen Definitionen erfährt: das irrationale Gefühl, bedroht oder beleidigt zu werden, Verfolgungswahn, im dramatischen Fall auch Halluzinationen. Ein solcher paranoider Schub war es wohl, der die US-amerikanische Gesellschaft in den Jahren nach 1945 erfasste: Trotz der siegreichen Beendigung des Krieges fühlte man sich von innen wie außen bedroht, von Kommunisten hinter biederen Masken, vom sexuellen Liberalismus, von »unamerikanischem« Verhalten ganz allgemein.

Disclaimer : This story is auto aggregated by a computer programme and has not been created or edited by DOWNTHENEWS. Publisher: newsfeed.zeit.de