An verschiedenen Orten in Deutschland haben an einem Aktionstag von Fridays for Future Menschen gegen die Klima– und Energiepolitik der Bundesregierung protestiert. Fridays for Future sprach von Zehntausenden Demonstrantinnen und Demonstranten an mehr als 65 Orten.
Polizeiangaben zufolge kamen indes auch in großen Städten wie Berlin, München, Köln oder Frankfurt jeweils nur wenige Hundert Menschen zusammen. So hätten sich in Berlin etwa 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor der CDU-Parteizentrale versammelt. Die Veranstalter sprachen von rund 1.000 Teilnehmern. Anschließend zogen sie zur Parteizentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus, weiter. In München beteiligten sich laut Polizei bis zu 400 Menschen, in Frankfurt am Main 300 und in Köln 100 Menschen an den Demonstrationen.
Die Demonstrierenden kritisierten unter anderem die Politik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Bewegung wirft ihr eine problematische Zusammenarbeit mit der Gasindustrie vor. »Sie betreibt als Personalunion von Bundesregierung und Gaslobby
mit Vollgas eine Umverteilung in die Hände fossiler Großkonzerne«, sagte
die Aktivistin Carla Reemtsma in Berlin. Dabei seien der gesellschaftliche Wille
und die Lösungen für einen schnellen Ausbau von sauberen Erneuerbaren
und einer Abkehr vom »dreckigen Gas« längst da.
»Wir fordern ein Ende dieser Lobbypolitik«
In Berlin präsentierten die Demonstrierenden ein Banner mit einer Rechnung mit den angenommenen Kosten der Energiepolitik seit dem Amtsantritt Reiches. Aufgelistet wurden unter anderem »energiepolitische Fehlentscheidungen« der Bundesregierung zulasten der Bürger. Dazu zählten die Demonstranten etwa den Import fossiler Energien, Subventionen für Gas, die Förderung neuer Gaskraftwerke, prognostizierte Klimaschäden und den drohenden Verlust von Hunderttausenden Arbeitsplätzen im Bereich der erneuerbaren Energien.
Yasin Hinz, Sprecher von Fridays for Future, warf Reiche vor, »willentlich den Ausbau bezahlbarer, sauberer Energie in Deutschland« zu demontieren. »Wir fordern ein Ende dieser Lobbypolitik und endlich ein konsequentes Ende fossiler Energien«, sagte Hinz. Er sprach von einer »Zerstörungsagenda« Reiches gegen Energiewende, Klimaschutz und Bezahlbarkeit.
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