Friedrich Merz sagt, kein Kanzler vor ihm habe so viel ertragen müssen. Für die Aussage erntet er Hohn. Aber sein Jammern ist mehr als okay – wenn daraus etwas folgt.
Der starke Mann soll gefälligst nicht jammern – so war das seit jeher in der Politik, es sei denn, man hieß Robert Habeck. Sonst galt: Wer klagt, hat schon verloren. Denn wie soll ein Mächtiger bitte schön die Bürger von ihren Sorgen befreien, wenn er vor lauter eigenen Sorgen kaum mehr aufrecht steht? In der rechtsidentitären Blase gebietet es obendrein allein schon das Männerbild, jede weiche Stelle zu verheimlichen. Wer jammert, ist ein Lappen. Aus diesen alten Logiken bricht jedoch womöglich ausgerechnet ein 70 Jahre alter Konservativer aus. Sein Name ist Friedrich Merz.
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