USA – Paraguay 4:1 (3:0)
Im ersten Spiel der Gruppe D hat das US-Team dank einer starken ersten Halbzeit 4:1 (3:0) gegen Paraguay gewonnen. Vor rund 70.000 Zuschauern im ausverkauften SoFi Stadium in Inglewood bei Los Angeles ging die USA früh durch ein erzwungenes Eigentor des Paraguayers Damián Bobadilla in Führung (7. Minute). Noch vor der Halbzeitpause traf Stürmer Folarin Balogun doppelt (31. und 45.+5) und sorgte damit für klare Verhältnisse.
Paraguay, der WM-Viertelfinalist 2010 und erstmals wieder in einer Endrunde dabei, stand in der ersten Halbzeit den wie entfesselt spielenden US-Amerikanern erschreckend hilflos gegenüber. Die Südamerikaner trafen erst im zweiten Durchgang durch Maurício zum 1:3 (73.). Den Schlusspunkt setzte jedoch der eingewechselte Gladbacher Giovanni Reyna mit dem 4:1 für das US-Team (90.+6).
Der Ex-Dortmunder Christian Pulisic freute sich über einen »unglaublichen Start« des US-Teams bei der WM, fügte aber an: »Wir haben noch nichts erreicht. Die erste Halbzeit war eine der besseren, die wir gespielt haben.« Sein Team müsse nun »so weitermachen«, sagte der Offensivspieler.
Als Nächstes treffen die USA in der WM-Vorrunde am 20. Juni (0.00 Uhr MESZ) auf Australien. Zum Abschluss der Gruppenphase tritt das US-Team am 25. Juni gegen die Türkei an – dabei dürfte es voraussichtlich auch um den Gruppensieg gehen.
Zahlreiche Prominente beim WM-Auftakt der USA
Am Vorabend des Spiels hatte US-Präsident Donald Trump den Trainer der US-Nationalelf, Mauricio Pochettino, angerufen und ihm dabei versichert, er sei ein
»fantastischer Typ« und ein »fantastischer Trainer«. In einem
Videoauszug, der auf dem Social-Media-Kanal des US-Teams zu sehen war,
sagte er zudem zur Mannschaft: »Ich denke, ihr habt eine wirklich gute
Chance, bis ganz nach vorn zu kommen. Ich möchte euch einfach viel Glück
wünschen.«
Trump selbst war nicht zu dem Spiel gekommen, dafür aber US-Außenminister Marco Rubio. Er saß auf der Haupttribüne neben Fifa-Präsident Gianni Infantino und Paraguays Präsident Santiago Peña.
Bei dem US-Auftaktspiel im SoFi Stadium in Inglewood gaben sich aber auch zahlreiche prominente Gäste die Ehre. Neben Katy Perry, Oscarpreisträgerin Halle Berry und Hotelerbin Paris Hilton waren auch die Schauspieler Owen Wilson, Tom Cruise und Leonardo DiCaprio, Filmemacher George Lucas sowie Microsoft-Mitgründer Bill Gates im Stadion. Aus der Sportwelt zählten unter anderem Ex-Fußballstar David Beckham und Basketballlegende Kareem Abdul-Jabbar zu den bekannten Gesichtern auf den Tribünen.
Kanada – Bosnien-Herzegowina 1:1 (0:1)
Zuvor war das Team von Co-Gastgeberland Kanada mit einem 1:1-Unentschieden gegen Bosnien und Herzegowina in die Fußballweltmeisterschaft gestartet. Vor rund 43.000 Zuschauern im fast ausverkauften BMO Field in Toronto ging Bosnien in der 21. Spielminute nach einer Ecke durch einen Kopfballtreffer von Stürmer Jovo Lukić in Führung.
Nach der ersten Trinkpause drängten die Kanadier auf den Ausgleich. Doch im Abschluss war der Co-Gastgeber des Turniers zu harmlos. Die beste Möglichkeit vergab Tani Oluwaseyi, der den Ball aus etwa elf Metern weit über das Tor schoss.
Auch nach der Halbzeitpause war Kanada das aktivere Team und erspielte sich die gefährlicheren Chancen. Der verdiente Ausgleich fiel jedoch erst spät. Erst in der 80. Minute traf Cyle Larin nach einem abgefälschten Schuss. Nach dem Spiel sagte der Stürmer: »Das war etwas ganz Besonderes für mich. Ich wollte die Leute auf unsere Seite ziehen. Mir war klar: Irgendwann wird das Tor fallen.«
Durch das Remis erhielten beide Teams in der Gruppe B die Chance auf den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde. Weitere Vorrundengegner sind Katar und die Schweiz, die am Samstag aufeinandertreffen. Bei den bisherigen WM-Teilnahmen 2022 und 1986 hatte Kanada alle sechs Spiele verloren.
Eröffnungsfeier in Toronto
Zuvor ist auch in Kanada die WM mit einer farbenfrohen und musikalisch geprägten Eröffnungsfeier in Toronto gefeiert worden. Im Mittelpunkt der Zeremonie stand die Vielfalt des Landes – von seinen Menschen bis zu seiner beeindruckenden Natur. Für die Show wurden mehrere prominente Künstler aufgeboten – darunter Popsängerin Alessia Cara und Rapper Vegedream.
Für besondere Begeisterung sorgte später vor allem der Auftritt des fünffachen Grammy-Gewinners Michael Bublé. Einen emotionalen Höhepunkt setzte schließlich Rockstar Alanis Morissette mit der kanadischen Nationalhymne, die bei vielen Zuhörern Gänsehaut erzeugte.
Wermutstropfen für die Ausrichter: Im Stadion blieben Tausende Plätze während der Feier leer. 90 Minuten vor dem Anpfiff befanden sich etliche Fans noch auf dem Weg zur Spielstätte.
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