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Fußballbundesliga: Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Albert Riera

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Nach fünf sieglosen Spielen in Folge hat Eintracht Frankfurt am letzten Spieltag die Zusammenarbeit mit Albert Riera beendet. Er war nur dreieinhalb Monate im Amt.

Albert Riera ist nicht mehr Coach des Fußballbundesligisten Eintracht Frankfurt. Das gab der Club einen Tag nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart am letzten Spieltag bekannt. Es war das fünfte sieglose Spiel in Serie. Erstmals seit sechs Jahren hatte der Verein zudem die Qualifikation für den Europapokal verpasst. Die Hessen beendeten die Bundesliga-Saison auf Platz acht der Tabelle. Ein Nachfolger steht zunächst nicht fest

»Nach intensiven Gesprächen sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden«, sagte Sportvorstand Markus Krösche zu der Trennung vom Spanier nach gerade einmal dreieinhalb Monaten. Riera war am 1. Februar Nachfolger von Dino Toppmöller geworden.

»Albert Riera hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst von Eintracht Frankfurt gestellt«, fuhr Krösche fort. Nach einer Analyse der Entwicklung sei der Club zu dem Schluss gekommen, »zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen« zu wollen. Riera hatte noch einen Vertrag bis Sommer 2028.

In den gerade einmal 14 Partien unter dem 44-Jährigen gab es vier Siege, fünf Remis und fünf Niederlagen. Das entspricht im Durchschnitt 1,21 Punkten pro Begegnung. Zum Vergleich: Vorgänger Toppmöller holte in dieser Saison durchschnittlich 1,5 Zähler pro Bundesligaspiel.

Verhältnis zu Spielern angespannt, zu Fans zerrüttet

»Ich übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse, und mein einziger Fokus lag in dieser Zeit darauf, die Mannschaft zu verbessern und erfolgreich zu machen«, wurde Riera vom Verein zitiert. »Ich hatte das Gefühl, den Club und die Spieler schützen zu müssen, und ich würde jederzeit wieder genauso handeln.«

Nicht nur die Leistungen auf dem Platz dürften ausschlaggebend für die Trennung gewesen sein, sondern auch polarisierende Aussagen von Riera auf Pressekonferenzen sowie das offenbar angespannte Verhältnis zu einigen Spielern. Als »totalen Bullshit« bezeichnete der Spanier übereinstimmende Medienberichte über einen angeblichen Zwist mit Nationalspieler Jonathan Burkardt. Riera soll demnach ein Problem mit den Körperfettwerten des Stürmers gehabt haben. Er soll aber nicht persönlich mit Burkardt darüber gesprochen, sondern Co-Trainer Jan Fießer vorgeschickt haben. Vor dem Spiel gegen den VfB erhielt Burkardt eine Geldstrafe, weil er Berichten zufolge Riera beleidigt haben soll.

Und auch mit den Fans hatte es sich Riera verscherzt. Die Frankfurter Anhänger rollten zum Ende des Spiels gegen Stuttgart ein Banner mit den Worten »Nada de gracias, Alberto« aus. Das bedeutet übersetzt so viel wie »Danke für Nichts, Alberto«.

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