Es gehört einiges dazu, Hermann Göring zu beeindrucken. Ein Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren. Ein eigens für ihn angefertigtes luftwaffenblaues Mercedes-Cabriolet mit kugelsicherer Karosserie. Ein aus dem Zoo geliehenes Löwenbaby, das ihm aus dem Mund frisst. Oder ein Auerochse. Da steht er nun endlich vor ihm – der fleischgewordene Versuch, den vor Jahrhunderten ausgestorbenen Vorfahren des Hausrindes ins Leben zurückzuholen. Göring schwelgt »im gewalttätigen Charakter des Tieres« und preist es als »Sinnbild der Urkraft«, berichtet Lutz Heck, der Direktor des Berliner Zoos, über jene Begegnung des zweiten Manns im NS-Staat mit dem mythisch verklärten Wildtier im Jahr 1938.
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