Die Obduktion des gestrandeten Buckelwals, der als Timmy und Hope bekannt wurde, ist auf der dänischen Insel Anholt beendet worden. In der über Stunden andauernden Untersuchung wurde der Wal von dem Team aus Experten und Tierärzten zerlegt. Zuletzt wurden noch die letzten Reste des Wals weggeräumt.
Eine klare Todesursache konnte das Team zunächst nicht feststellen, wie die dänische Biologin Charlotte Bie Thøstesen, die bei der Obduktion dabei war, vor Reportern erklärte. Eine Verletzung sei nicht zu erkennen gewesen, was jedoch auch an der Verwesung des seit Wochen toten Tieres liegen könne. Zwar seien Parasiten festgestellt worden, diese seien jedoch nicht für den Tod verantwortlich.
Klar ist nun auch, dass das Tier ein Weibchen ist. Schwanger sei der Wal in den letzten Monaten nicht gewesen, hieß es. Bei einem Blick ins Maul und in den Magen des Wals seien zudem keine Netze oder andere Gegenstände festgestellt worden, teilte der Veterinärmediziner Tim Jensen von der Universität Kopenhagen mit.
Ergebnisse von Gewebeproben erst in Monaten erwartet
Ausgestattet mit Schutzanzügen hatten die Experten am späten Nachmittag mit der Obduktion des Tieres begonnen. Zunächst wurde der Kadaver genau begutachtet und vermessen. Anschließend wurde der Wal aufgeschnitten, um Luft aus dem stark aufgeblähten Tier abzulassen. Danach wurde er geöffnet und über Stunden zerteilt. Das Team entnahm auch Proben und untersuchte das Innere des Wals. Die Ergebnisse der entnommenen Proben werden jedoch erst in ein paar Monaten erwartet.
Das Schicksal des Buckelwals beschäftigt viele Menschen in Deutschland seit mehreren Monaten. Das Tier war zunächst sehr geschwächt mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative hatte es gegen den Rat von Fachleuten auf einem Lastkahn Richtung Nordsee transportiert und abgesetzt. Einige Zeit später war der Wal tot auf Anholt angespült worden. Mehr als zwei Wochen hatte der Kadaver dort im Wasser getrieben.
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