Auf dem vor Kap Verde festsitzenden Kreuzfahrtschiff Hondius hat sich die Zahl der Hantavirus-Fälle weiter erhöht. Insgesamt gebe es damit bislang zwei durch Labortests bestätigte und fünf mutmaßliche Hantavirus-Fälle, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Darunter sind drei Tote, eine schwer erkrankte Person sowie drei weitere Passagiere mit milden Symptomen. Rund 150 Menschen harren auf dem Schiff aus. Das Risiko für die Allgemeinheit sei jedoch weiterhin gering, teilte die WHO mit.
Die Behörden von Kap Verde haben das Schiff vorsorglich angewiesen, auf See zu bleiben. Die Atmosphäre an Bord sei ruhig und die Passagiere im Allgemeinen gefasst, teilte der niederländische Betreiber Oceanwide Expeditions mit. Man arbeite daran, die Passagiere untersuchen und von Bord bringen zu lassen. Dafür werde erwogen, nach Las Palmas oder Teneriffa in Spanien weiterzufahren.
Bei den drei Toten handelt es sich den Angaben zufolge um ein niederländisches Ehepaar und einen deutschen Staatsbürger. Ein schwer erkrankter Brite wurde von der Insel Ascension nach Südafrika ausgeflogen. Die südafrikanischen Behörden bestätigten, dass der in Johannesburg behandelte Patient positiv auf das Hantavirus getestet wurde. Die Niederlande bestätigten das Virus bei der verstorbenen Niederländerin. Der erste erkrankte Passagier, ein Niederländer, war bereits am 11. April gestorben.
Niederländerin stirbt nach Infektion im Krankenhaus
Die WHO sucht nach Passagieren eines
Fluges von der Insel St. Helena nach Johannesburg Ende April, bei dem die verstorbene Niederländerin an Bord
war. Die 69-jährige war auf St. Helena von
Bord des Schiffes gegangen, nachdem ihr ein Jahr älterer Ehemann während
der Kreuzfahrt gestorben war. Einen Tag später flog die laut WHO
an Symptomen einer Magen-Darm-Erkrankung leidende Frau nach
Johannesburg. Noch während des Fluges habe sich ihr Zustand deutlich
verschlechtert. Die Frau starb einen Tag später in Johannesburg im
Krankenhaus. Labortests ergaben laut WHO jetzt, dass sie mit dem
Hantavirus infiziert war.
Die Hondius hatte ihre als Naturexpedition in die Antarktis beworbene Reise im März in Ushuaia in Südargentinien begonnen. Das Schiff hatte auf seiner Fahrt einige der am meisten entlegenen Orte der Welt besucht, darunter die Insel Tristan da Cunha im Südatlantik.
Das Hantavirus wird durch Nagetiere übertragen, etwa wenn Kot und Urin von Mäusen aufgewirbelt und eingeatmet werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist der WHO zufolge selten. Die Krankheit beginnt mit grippeähnlichen Symptomen und kann zu Herz- und Lungenversagen führen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC enden etwa 40 Prozent der Fälle tödlich. Da es keine spezifischen Medikamente gibt, konzentriert sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome.
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