DIE ZEIT: Herr Zaki, als Psychologieprofessor erforschen Sie seit Jahren das Gute im Menschen. Ihr Schwerpunkt ist die Empathie. Aber Sie selbst, so schreiben Sie in Ihrem Buch Hoffnung und Skepsis, waren die meiste Zeit Ihres Lebens zynisch. Wie kommt das?
Jamil Zaki: Etwas zu erforschen ist nicht dasselbe, wie es zu erleben. Es ist wie bei Sportjournalisten, von ihnen würde man auch nicht erwarten, dass sie in der Profiliga spielen, nur weil sie darüber berichten. Ich liebe meine Arbeit, sie hat mir eine wunderschöne Perspektive auf die Menschheit eröffnet. Denn die Evidenz ist überwältigend: Wir sind darauf angelegt, uns am Wohlergehen anderer zu erfreuen und am Schmerz anderer zu leiden. Mein Verstand hat daran geglaubt, aber in meinem Herzen kam das nicht an.
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